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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Fachvortrag am 3.12.

Menschenrechte und Psychiatrie in Deutschland

Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch Deutschland vor nahezu 10 Jahren ist mittlerweile nahezu ins Allgemeinwissen sozialer Berufe in Deutschland eingegangen. Kennen Sie jedoch die daraus folgenden Berichte der UN über die tatsächliche Umsetzung der Konvention in Deutschland?

2015 erschienen erstmals die sogenannten „Abschließenden Bemerkungen über den ersten Staatenbericht Deutschlands” durch den UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. (Original: Vereinte Nationen CRPD /C/DEU/CO/1.(2015) im Internet) Die darin formulierte Bewertung der dt. Psychiatrie ist ernüchternd und beschämend für eine teure und im Selbstbild sich gut aufgestellt erlebende Psychiatrie.

31-mal äußern sich diese Bemerkungen „besorgt“ sowie über körperliche und chemische Freiheitseinschränkungen „tief besorgt“ über spezifische Zustände und Praktiken der deutschen Psychiatrie.

Ein Zitat unter vielen:
„(29.) Der Ausschuss ist besorgt über die verbreitete Praxis der Zwangsunterbringung von Menschen mit psychosozialen Behinderungen in Einrichtungen, den mangelnden Schutz ihrer Privatsphäre und den Mangel an verfügbaren Daten über ihre Situation.“ (S. 6)“

Doch was folgt hieraus für die Praxis der Psychiatrie in Deutschland?

Die UN-Experten empfehlen Deutschland im o.g. Bericht offiziell eine „unabhängige Enquete durchzuführen, gestützt auf eine menschenrechtsbasierte Überprüfung der psychiatrischen Dienstleistungen“.

Wie steht es um die Menschenrechte der Psychiatrie in Deutschland?
Was tun wir? Was könnten wir tun? Was sollten wir tun?

Hierüber möchten wir an diesem Abend mit Ihnen diskutieren und streiten.

Zur Veranstaltung

Termin

Montag, den 3. Dezember 2018 um 19:00 Uhr

Ort

Theater im Pädagog
Pädagogstraße 5
64283 Darmstadt

Programm

19:00 Uhr
Begrüßung:

  • Stefanie Rhein, Caritasdirektorin

Einleitende Worte:

  • Bastian Ripper, Caritas-Krisendienst Südhessen

19:15 Uhr
Vortrag:
Menschenrechte und Psychiatrie in Deutschland – Was tun wir? Was könnten wir tun? Was sollten wir tun?

  • Dr. Volkmar Aderhold, Dozent am Institut für Sozialpsychiatrie Universität Greifswald

20:15 Uhr
Kurze Pause

Anschließend
Spontan & Kontrovers: Statements von anwesenden Fachpublikum & im bekannten Format: Bierdeckel-Fragen an Dr. Volkmar Aderhold

ca. 21:30 Uhr
Veranstaltungsende

Fragen zur Veranstaltung beantwortet gerne:

Bastian Ripper, Vorstandsreferent
Caritasverband Darmstadt e. V.
Heinrichstraße 32 A
64283 Darmstadt
Telefon: 0 61 51 – 99 91 33 oder
b.ripper@caritas-darmstadt.de

Download

Flyer: Einladung zur Veranstaltung „Menschenrechte und Psychiatrie in Deutschland“

Veranstaltungsprogramm und Kontaktdaten zur Veranstaltung der Reihe Psychiatrie-Impulse am 3.12.2018 im TIP – Theater im Pädagog, Darmstadt

Abschließende Bemerkungen über den ersten Staatenbericht Deutschlands

Bericht aus der dreizehnten Tagung vom 25 März – 17. April 2015 des UN-Ausschusses zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Inoffizielle Übersetzung.

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