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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Ein Vernetzer, der große Spuren hinterlässt

14 Jahre lang war Dr. Werner Veith Caritasdirektor in Darmstadt. Das soziale Leben in der Stadt und der Region wurde in diesen Jahren entscheidend von ihm mitgeprägt, so war es auch vielen ein Anliegen, ihm zum  Abschied Danke zu sagen. Rund 200 Gäste füllten zunächst die St. Ludwig Kirche. Dort erhielt der Caritasdirektor in einem feierlichen Gottesdienst mit acht Zelebranten von Generalvikar Dietmar Giebelmann die Entlassungsurkunde. Ein Mitarbeiterchor sorgte für eine schöne musikalische Umrahmung.

In der anschließenden Feier im Justus-Liebig-Haus wurde durch die bunte Teilnehmerschar die starke Vernetzungsarbeit von Werner Veith deutlich. So waren neben vielen  kirchlichen auch zahlreiche Vertreter aus der Politik sowie vielen anderen Institutionen gekommen.

Oberbürgermeister Jochen Partsch dankte Veith in einer sehr persönlichen Ansprache für die gemeinsame Arbeit: "Ihnen ging es immer um Armutsbekämpfung zusammen mit den Menschen, um die Menschen an den Rändern. Sie haben mit ihnen und nicht über sie hinweg Konzepte entwickelt und für Solidarität gekämpft. Sie haben große Spuren hinterlassen."

Auch die Mitarbeiter fanden viele Lobesworte. Heimleiter Hans-Peter Kneip sprach stellvertretend für die Leitungen. "Sie waren uns Mitarbeitern gegenüber freundlich, partnerschaftlich, kompetent, haben uns ernst genommen, Sie waren ein guter Chef auf den man sich verlassen kann."

Der Caritasdirektor blickt zufrieden auf sein Berufsleben zurück. "Für mich gehen gute 25 Caritasjahre in einem Wohlfahrtsverband zu Ende, der versucht, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen. Die Grundsatzfrage lautete immer: Schaffen wir es, die Welt zum Positiven hin zu verändern? Können wir im kleinen, überschaubaren Bereich Not lindern, die Lebensbedingungen von Menschen verbessern?"

Durch die gute Teamarbeit mit seinem Vorstandskollegen Franz-Josef Kiefer und einem stets wachsenden Mitarbeiterteam von derzeit rund 1000 Personen sei dieses Ziel tagtäglich verwirklicht worden. "Es ist ein Privileg hier zu arbeiten -  es ist gut, dass wir da sind."

Seine Caritaszeit begann 1990 zunächst beim Caritasverband für die Diözese Mainz als Abteilungsleiter. Dort war er verantwortlich für die Bereiche Sozialstationen, Altenheime, Hospize, Hauswirtschaft, Fortbildung. Hier war er Verhandlungsführer für die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz für die ambulante und stationäre Pflege.

Im Januar 2000 folgte der Wechsel nach Darmstadt als Direktor des Caritasverbandes. Schwerpunkte seiner Arbeit lagen unter anderem: auf dem Ausbau der Angebote in den Bereichen ambulante, teilstationäre und stationäre Pflegeangebote sowie Suchtkrankenhilfe; Ausbau der Beratungsdienste im Bereich der sozialen Sicherung, Ehe und Familie. Außerdem initiierte er die Gründung eines Suchthilfezentrums mit dem Caritasverband in Košice, Slowakei und brachte den Suchthilfeverbund der Caritasverbände in Hessen auf den Weg. Seit Gründung der Caritas Landesarbeitsgemeinschaft Pflege ist Veith deren Vorsitzender.

Geprägt habe ihn aber auch die Zeit vor der Caritas. Nach seinem Studium in Theologie und Germanistik sammelte er Berufserfahrungen als erster Pastoralreferent im Bistum Fulda in Kassel mit den Schwerpunkten Kinder- und Jugendarbeit, Religionsunterricht, Erwachsenenbildung. Er absolvierte eine Ausbildung in Gesprächsführung und begann ein berufsbegleitendes Studium der Supervision an der Universität Kassel im Fachbereich Soziale Arbeit, welches er als Dipl. Supervisor abschloss. Veith promovierte bei Prof. Dr. Nellessen zum Thema "Interaktionen in Kleingruppen".
"Immer war ich dicht an denjenigen Menschen dran, die Hilfe benötigen."  
Veith freut sich aber auch auf den neuen Lebensabschnitt, der nun vor ihm liegt:
"In den vergangenen Jahren sind die Rahmenbedingungen unserer Arbeit immer schwieriger geworden. Immer mehr Gesetze und Verordnungen führen äußerlich zur Entlastung des Gesetzgebers, aber im Grunde ist nichts geregelt. Der Finanzierungsdruck ist gestiegen, die Aufgaben sind vielfältiger und die Zeit ist schneller geworden. Verantwortung, Belastung und Zeitaufwand sind stets gestiegen, so dass ich mich auf neue zeitliche Freiräume auch freue."

Doch ganz ohne Caritas geht es nicht. Das Stiftungswesen hat Werner Veith über Jahre vorangetrieben und wird nun als Vorstand der Bonifatius-Stiftung und der Ketteler Stiftung ehrenamtlich die Caritas weiter unterstützen.

Ansgar Funcke wird sein Nachfolger

Gemeinsam mit Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer wird Ansgar Funcke als Nachfolger von Werner Veith als Vorstand den Verband leiten.
Neun Jahre war der Diplom Sozialpädagoge, der auch eine Ausbildung zum Bankkaufmann abgeschlossen hat, als stellvertretender Leiter Mitglied der Geschäftsführung der St. Antonius-Haus gGmbH in Herten, eine Einrichtung der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Im Anschluss daran übernahm er den hauptamtlichen Vorstandsvorsitz des Caritasverbandes Gladbeck, der mit rund 600 Mitarbeitenden Einrichtungen und Dienste in der Senioren- und Gesundheitshilfe, im Bereich des Wohnens und Arbeitens für Menschen mit Behinderungen sowie Beratungsdiensten für vielfältige Lebenssituationen anbietet.

Auf den 46 Jahre alten Familienvater zweier Kinder aus Recklinghausen warten beim Caritasverband Darmstadt mit rund 30 Dienststellen in der Stadt und in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Odenwald und Bergstraße viele interessante Aufgaben in den Bereichen Altenpflege, Suchthilfe, Gemeindepsychiatrie, Allgemeine Lebensberatung und Frühberatung.

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