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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Von 2 bis 106 - ein Miteinander der Generationen

Die zweijährige Klara sitzt im Buggy und schaut dem regen Treiben auf der Wiese des Bensheimer Caritasheimes St. Elisabeth zu. Nicht weit von ihr entfernt sitzt die 106jährige Rosina Neubauer im Rollstuhl im Schatten und sieht zu, wie Wasserflaschen gekegelt werden, Bälle mit Handtüchern gefangen werden oder das Haus vom Nikolaus zu Fuß erkundet wird. Die beiden, die stolze 104 Jahre voneinander trennt sind Zuschauerinnen der Bundesgenerationenspiele, welche die Albertus-Kindertagesstätte, das Caritasheim Sankt Elisabeth und die Allgemeine Lebensberatung des Caritaszentrums Heppenheim organisiert haben.

Die Gruppe der Teilnehmenden ist bunt gemischt, wie es sich für Generationenspiele gehört: Kinder sind mit ihren Eltern, Omas und Opas in den Garten des Caritasheimes gekommen, ebenso Schülerinnen der Liebfrauenschule, Tagespflegegäste und Heimbewohnerinnen und Bewohner, Mitglieder vom Pfarrgemeinderat St. Georg und weitere Spielfreudige. Insgesamt sind es 45 Teilnehmende, die bei wunderschönem Wetter hier miteinander Spaß haben. Der dreijährige Nael Strogusch ist der jüngste Teilnehmer und freut sich am Ende der Veranstaltung ebenso wie der 90jährige Djura Kapitanj  über seine Teilnehmerurkunde.

In sieben Teams haben die Organisatoren Martin Fraune, Claudia Sänger und Monika Hess die Teilnehmenden eingeteilt, die an sieben Stationen über den Garten verteilt ihre Aufgaben meistern. Während Team eins beim Handtuch Volleyball den Ball 20 Mal in die Luft wirft und mit einem Handtuch fängt, geht Team zwei zu Fuß das Haus vom Nikolaus ab, Team drei überlegt derweil, seit wann es das erste Handy gibt oder wann der erste Mensch den Mond besuchte, bei Team vier rettet eine Liebfrauenschülerin eine Bewohnerin des Heimes auf die Teppich-Insel, als diese drohte ins gedachte Wasser zu fallen. "Zum Glück hab ich wasserfeste Schuhe an", ruft ein Teilnehmer fröhlich  beim Insel-springen, als er über Bord geht. In allen Teams herrscht gute Stimmung. Manche Familie hat sich an diesem Tag gemeinsam auf den Weg gemacht, um den Nachmittag bei den Spielen zu verbringen. Die 33jährige Ruth Schäfer ist mit ihren zwei- und fünfjährigen Kindern und ihrem Mann dabei, den 64jährigen Vater hat sie auch mitgebracht. Ihr Team wird durch den siebenjährigen Joshua Kumar ergänzt, der mit seinem Papa an den Bundesgenerationenspielen teilnimmt. Auch Anton Kreißl, Toni genannt, ist im Team, manchmal vergisst er das und ruht sich lieber auf dem Parkbank aus, doch Ruth Schäfer fängt ihn immer wieder ein. Schnell hat das Team miteinander einen guten Kontakt untereinander und fröhlich schiebt Toni nach kurzer Zeit den Buggy der Familie Schäfer über die Wiese zur nächsten Station, wo geraten wird, für welche Länder das Reisstäbchen oder der Döner stehen und wo man die Pyramiden findet. Danach geht es noch zum Baumkegeln und zum Papierflieger basteln und starten. Mancher bastelt hier seinen ersten Papierflieger überhaupt. Mal sind es die Älteren, die den Jungen zeigen, wie es geht und mal ist es umgekehrt. "Beim Weit-Flug ist der Ehrgeiz der Erwachsenen aber mindestens genauso groß wie bei den Kindern", so Stationsbetreuerin Ursula Schmid. Nach zwei Stunden Spiel und Spaß wird noch gemeinsam erzählt und beim Eis essen etwas abgekühlt. Doris Kellermann hat die Schmierseife vom Spiel ohne Grenzen etwas vermisst aber ansonsten nur Lobesworte für die Veranstaltung, die mit dem Überreichen der Teilnahmebescheinigung an alle endet.

An über 50 Orten wurden die Bundesgenerationenspiele bisher durchgeführt. Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer freut sich, dass der Caritasverband Darmstadt sich an dieser bundesweiten Aktion der Caritas beteiligt, die in die bundesweite Kampagne ‚Mach Dich stark für Generationengerechtigkeit‘ des Deutschen Caritasverbandes eingebettet ist.

"Es ist uns heute auf spielerische Art gelungen, Jung und Alt miteinander zu verbinden. An den verschiedenen Stationen hat man gemerkt, dass sich die Generationen durch ihre unterschiedlichen Fähigkeiten sehr gut ergänzen. Der Nachmittag hat die Begegnung verschiedener Menschen gefördert", so der Caritasdirektor.

Bis Oktober finden weitere Veranstaltungen statt. Wo und wann ist zu finden unter www.bundesgenerationenspiele.de

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