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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Winfried Herr wird neuer Leiter der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Fürth

Daher sind ihm Arbeit, Team und Umfeld bestens vertraut. Zum  1. Oktober 2015 hat der studierte Diplom Sozialarbeiter die Leitung der Einrichtung übernommen, die im September ihre Hauptstelle von Heppenheim nach Fürth verlegt hat, um eine  flächendeckende und regional ausgewogene Familienhilfe für alle Kinder, Jugendlichen und ihre Angehörigen im Kreis Bergstraße zu schaffen.

Die Beratung in der Außenstelle Wald-Michelbach sowie die Beratung in den Kindertagesstätten gehörten zu den Schwerpunkthemen von Winfried Herr. Mit den Angeboten Beratung im Kindergarten (BiK) und Beratung in Schule (BiS)  erweiterte die Erziehungsberatung vor rund zehn Jahren ihr Beratungsspektrum. "Nicht mehr nur in der Beratungsstelle selbst fanden Betroffene Hilfe sondern direkt vor Ort, da wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten, an Schulen und Kindertagesstätten", berichtet Winfried Herr, der in diesem Gebiet erhebliche Pionierarbeit geleistet hat. 2014 wurden beispielsweise in 39 Kindertagesstätten sowie neun Schulen Sprechstunden angeboten und dadurch über 600 Eltern, Jugendliche und Kinder  beraten. Durch die frühen Kontakte mit Kindern, Jugendlichen und ihren Angehörigen kann die Beratungsstelle präventiv wirken. Probleme können frühzeitig angegangen werden, bevor sie immer größer werden. Dabei ist auch die Unterstützung des Personals in den Kindertagesstätten und Schulen  von großer Bedeutung, wie z.B. durch Supervision und Fortbildungsangebote.  

Auch die Arbeit mit Pflege- und Adoptivfamilien gehört zu dem Aufgabenfeld des 61 jährigen Sozialarbeiters, der zusätzlich als systemischer Familientherapeut und Supervisor ausgebildet ist. Als approbierter Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeut bietet er auch Einzeltherapien für Kinder und Jugendliche an.

Durch die ansteigende Zahl von Flüchtlingsfamilien und von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen warten neue Herausforderungen auf Winfried Herr und sein sechsköpfiges Team aus Psychologen, Sozial- und Heilpädagogen sowie Sozialarbeitern. Neue Konzepte, Traumatherapie, ein enges Miteinander von Schulen, Kindergärten, Ehrenamtlichen und Dolmetschern sind nur einige Stichworte dieses komplexen Themas.

 Auch über neue Zugangswege für Kinder und Jugendliche wird derzeit nachgedacht. "Die neuen Medien spielen bei der jungen Generation eine große Rolle. Mit zusätzlichen  Angeboten wie Onlineberatung oder Chatroom könnten wir Kinder und Jugendliche erreichen, die zwar Hilfe brauchen aber keine Sprechstunde besuchen möchten. Besonders pubertierende Jugendliche wären dadurch einfacher anzusprechen ", so Winfried Herr zu seinen Zukunftsplänen. Auch die Tatsache, dass in den letzten Jahren die pädagogische Betreuung durch die hohe Nutzung von  Ganztagsbetreuung auch weitgehend außerhalb der Familien liege, fordere die Erziehungsberatung. "Es ist eine unserer wesentlichen Aufgaben, Erziehungspartnerschaften zwischen Schule und Familie sowie Kindergärten und Familien zu fördern." 

Der Vater zweier erwachsener Kinder freut sich auf die neue Aufgabe beim Caritasverband. Dank einer Lehre als Verwaltungsangestellter in früheren Jahren wird er auch schnell mit den auf ihn zukommenden Verwaltungsaufgaben vertraut sein. 

Zahlen, Daten, Fakten:

1350 Personen suchten die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche an den Standorten Heppenheim, Außenstelle Wald-Michelbach und Sprechstundenstelle Fürth in 2014 auf (451 Familien). An neun Schulen im Einzugsgebiet (Beratung in der Schule, BiS) wurden zusätzlich 371 Schülerinnen und Schüler beraten.  An 39 Kindertagesstätten (Beratung im Kindergarten, BiK) fanden weitere 232 Beratungen im Zusammenhang mit Kindertagesstättenkindern statt. Im Gewaltpräventionsprojekt "Sozialtraining für SchülerInnen"an Schulen im Einzugsbereich wurden weitere 180 Kurzberatungen im Anschluss an die Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Die präventive Hilfe der Erziehungsberatung richtet sich an Eltern, die in der Erziehung ihrer Kinder und Jugendlichen überfordert sind, an Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene bis zu 27 Jahren aber auch an Mitarbeitende aus Kindergärten, Heimen, Ämtern sowie Ärzte, Lehrer oder Pfarrer, die sich für ihre Arbeit mit Eltern, Kindern und Jugendlichen Anregungen oder Hilfestellungen erwarten. Die Beratungsgespräche unterliegen der Schweigepflicht und sind vertraulich. Die Angebote sind in der Regel kostenfrei und stehen Jeder und Jedem offen, unabhängig von Religion und Nationalität.

Kontakt: Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

In den Pfarrwiesen 1

64658 Fürth

Tel.: 06253 8061540

 

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