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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Servicepoint Sucht seit Juli am Netz

In Deutschland stellt der problematische Konsum von Suchtmitteln wie Alkohol, Tabak, Medikamenten und illegalen Drogen ein erhebliches Problem dar. An den Folgen versterben jährlich ca. 180.000 Menschen frühzeitig. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm.

Dies ist tragisch, da Suchtmittelprobleme sehr gut behandelbar sind aber nur etwa zehn Prozent der von Suchtmittelmissbrauch und - abhängigkeit betroffenen Menschen Kontakt zu Einrichtungen der Suchthilfe aufnehmen. Die Gründe dafür sind vielschichtig. "Insbesondere Schamgefühle und ein Mangel an Information hindern Familien daran Hilfe in Anspruch zu nehmen", so Jochen Bickel, Leiter der Caritas Suchtberatungsstelle in Heppenheim.

Fachleuten zufolge sind auch Suchtmittelprobleme dafür verantwortlich, dass arbeitslos gewordene Menschen nicht mehr in den Arbeitsmarkt zurückkehren können. So kommt eine Studie aus München zu dem Ergebnis, dass etwa 30 % der unter 25-jährigen und 15% der über 25-jährigen Bezieher von Arbeitslosengeld II einen problematischen Suchtmittelgebrauch aufweisen.

"Diese Menschen zu erreichen, ihnen unkomplizierte Hilfen anzubieten und so die Chancen für eine berufliche Perspektive zu verbessern haben wir uns zum Ziel gesetzt" sagt Gundra Simon, Leiterin der Abteilung Förderinstrumente von Neue Wege Kreis Bergstraße - Kommunales Jobcenter - in Heppenheim.
Bürgerinnen und Bürger, die sich im Leistungsbezug der Jobcenter Mörlenbach und Viernheim befinden, können sich seit Juli dieses Jahres an Fachleute der Caritas Suchthilfe Heppenheim wenden. Die Beratung findet direkt in den Räumen der Jobcenter statt. Die Mitarbeiter stehen in Viernheim (Industriestraße 20-22) montags und in Mörlenbach (Weinheimer Straße 50 - 50a ) dienstags jeweils von 9:00 bis 14:00 Uhr für Fragen rund um den Konsum von Suchtmitteln zur Verfügung. Die Kontaktaufnahme erfolgt entweder über die zuständigen Fallmanagerinnen und Fallmanager oder anonym direkt mit den Mitarbeitern der Beratungsstelle.

Der Servicepoint Sucht wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Hessen finanziert.

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