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Stand: 23.05.2019

Pressemitteilung

Ein großer Schritt in Richtung Sicherheit

Nach einem aufregenden Tag herrscht im Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung in Lampertheim Erleichterung. Von den 76 Bewohnerinnen und Bewohner wurden 73 vom mobilen Impfteam gegen Corona geimpft und etwa zwei Drittel der Mitarbeitenden haben das Impfangebot angenommen.

Heimleiter Benedict Pretnar ist der erste, der im Haus geimpft wird. Turbulente Tage liegen hinter ihm und Hausleiterin Rebecca Bauer. Vor sechs Tagen wurden sie darüber informiert, dass ihr Haus heute, am 4. Januar, vom Mobilen Impfteam besucht wird. In aller Kürze waren zahlreiche Vorbereitungen zu treffen, denn eine solche Impfsituation hatte es auch in diesem Haus noch nie zuvor gegeben.

"Es war eine echte Herausforderung, in der Kürze der Zeit alle Bewohnerinnen und Bewohner, deren Angehörige und Betreuer über die bevorstehende Impfung zu informieren und die Einwilligung abzufragen", berichtet der Heimleiter. So waren Haus- und Heimleitung auch über Silvester und Neujahr in telefonischer Bereitschaft und versuchten noch die letzten Angehörigen oder Betreuer der Bewohner zu erreichen, denn ohne die unterschriebene Einwilligungserklärung hätte die Impfung nicht stattfinden können.

Als um 9 Uhr das mobile Impfteam eintrifft, liegen alle Akten der Bewohner, die sich impfen lassen wollen in einem Ordner bereit. Auch die Einwilligungen des Pflegepersonals liegen parat. Von den Pflegekräften hatten etwa zwei Drittel ihre Zustimmung erteilt.

Der Speisesaal hat sich an diesem Tag zur Impfstation gewandelt. Hier herrscht genügend Platz, um die Beratungsgespräche beim Arzt und die Impfung selbst an verschiedenen Stationen zu ermöglichen. Auch die EDV-Station, die mit drei Plätzen bestückt ist, findet hier Platz. Drucker, Scanner, Laptop, Kartenlesegerät, in Windeseile haben vier Mitarbeiter des Impfteams die EDV-Station eingerichtet.

Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden auf ihren Wohnbereichen geimpft. Dass so viele mitgemacht haben freut Benedict Pretnar und Rebecca Bauer sehr. Die beiden sind dankbar, dass ihr Haus, welches bisher von Corona verschont geblieben ist, so früh von der Impfung profitieren darf. Neben guten Hygienekonzepten und einer fortwährenden Information von Bewohnenden, Angehörigen und Mitarbeitenden gehöre auch viel Glück dazu, wenn ein Heim von Corona verschont bliebe. Die zweite Welle nun ohne großen Schaden überstanden zu haben sei eine große Herausforderung für alle im Altenheim gewesen. Nun erhoffe er sich, dass wieder etwas mehr Ruhe im Haus einkehren werde, so der Heimleiter.

Es gab Mitarbeitende, deren Sorgen und Bedenken auch die Diskussionen im Team nicht aus dem Weg räumen konnte. Für all deren Fragen hatte Impfarzt Jan Potthoff ein offenes Ohr. Nebenwirkungen, Zulassung und Wirkdauer des Impfstoffes wollten beispielsweise vor einer Entscheidung noch besprochen werden. Viele entschieden sich nach dem Gespräch für die Impfung.

Froh über die Möglichkeit, sich impfen zu lassen war auch Altenpflegerin Cornelia Hinrichs. "Ich war richtig erleichtert, als ich von dem Termin erfahren habe. Die Impfung schützt mich und ich versuche alles zu tun, um auch andere zu schützen. Es hat gar nicht weh getan und kann so viel bewirken."

Auch die Mitarbeitenden des Hospiz Bergstraße hatten eine Einladung ins Altenheim erhalten. Pflegedienstleiterin Elisabeth Lücken war über diese organisatorische Anbindung sehr froh. Etwa zwei Drittel ihrer Pflegekräfte habe das Angebot angenommen.

In drei oder vier Wochen folgt die zweite Impfung, die zum Schutz nötig ist. Hausleiterin Rebecca Bauer ist am Ende des Impftages geschafft. "Trotz aller guten Vorbereitung gab es doch den Tag über immer wieder kleine Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Doch es ist uns gut gelungen und so sehe ich dem zweiten Impftag viel gelassener entgegen."

Auch Caritasdirektorin Stefanie Rhein ist froh, dass der Impfauftakt in Lampertheim gut funktioniert hat. Sie hofft, dass bald alle vier Altenheime, die der Caritasverband Darmstadt in seiner Trägerschaft hat, geimpft sind und dadurch für Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende und Angehörige wieder ein sorgenfreieres Miteinander möglich sein wird.

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