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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Gedenktafel erinnert an Katharina Labouré

Die Räumlichkeiten gehören der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern von Vinzenz von Paul, welche das Haus als Vermieterin dem Caritasverband Darmstadt für die Suchthilfe zur Verfügung stellt. Durch die Nutzung der Räumlichkeiten durch die Adaptionseinrichtung, eine Fachabteilung der Klinik Schloß Falkenhof, welche Suchtkranken medizinische, berufliche und soziale Hilfen anbietet und die Suchtberatungsstelle, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen nachstationärer Versorgung und ambulanter Suchthilfe möglich.

Generaloberin Sr. Brigitta freut sich über diese sinnvolle Nutzung der Räumlichkeiten, denn „die Vinzentinerinnen haben sich seit ihrer Gründung durch Vinzenz von Paul, im 17. Jahrhundert in Paris weltweit den Menschen gewidmet, die arm und krank sind und vielfacher Hilfe bedürfen. Jene, die nicht die Kraft und nicht die Chance haben, ihr Leben gemeinsam mit anderen Menschen wahrzunehmen. Damit sind sie Vordenkerinnen der Caritas. Das gemeinsame Leitbild "Not sehen und handeln" wird in diesem Haus sichtbar und spürbar.“

Konkret spürbar für die Männer und Frauen, die in der Adaptionseinrichtung „An der Bergstraße“, in Heppenheim einziehen. Sie haben schwere Zeiten hinter sich gebracht. Ihr Konsum von Alkohol, Medikamenten oder Drogen musste im Vorfeld durch eine Entwöhnung behandelt werden. Manche sind arbeits- und wohnungslos, so dass sie nach einer erfolgreichen Entwöhnungstherapie nicht in ihr soziales Umfeld zurückkehren sollen. Sie brauchen noch einen Ort,  der ihnen in einer persönlich schweren Zeit helfen möchte, in ein neues Leben zu starten. Die Adaptionseinrichtung, ist ein solcher Ort. Nach drei- bis viermonatigem Aufenthalt in dieser vollstationären Einrichtung können die Betroffenen mit neuer Energie und Kraft ihr Leben im Alltag bewältigen.

Auch die Besucherinnen und Besucher der Suchtberatungsstelle spüren das Handeln in ihrer Not, denn hier erhalten sie ein differenziertes und modernes Beratungs-, Behandlungs- und Betreuungsangebot bei Problemen mit Alkohol, Medikamenten, Tabak sowie bei Essstörungen.

Zur Erinnerung an die heilige Katharina wurde nun im Flur des Hauses  eine Gedenktafel mit ihrem Bildnis aufgehängt. Ein Text beschreibt ihr Leben sowie die Verbindung der Vinzentinerinnen und der Caritas.

Die Heilige Schwester Katharina Labouré traf mit 24 Jahren aus einem Dorf in Burgund (Zentralfrankreich) kommend im Mutterhaus der Vinzentinerinnen in Paris ein, um ihr Leben im Dienst an den Armen und Notleidenden Gott zu weihen. Nach ihrer Ausbildung, im Jahr 1830, wird Schwester Katharina in ein Haus am Rande von Paris geschickt, wo sie einfache Aufgaben mit großer Liebe und Hingabe erfüllt: Küche, Wäsche, Hühnerhof, Altendienst und Pforte. Sie unterstützt arme Familien und viele Notleidende des Stadtviertels während der Aufstände dieser unruhigen Zeit. Nichts unterscheidet sie von den anderen: Sie arbeitet, sie betet, sie wahrt Stille über die ihr während der Zeit ihres Noviziates 1830 zuteilgewordenen Erscheinungen Mariens, die ihr den Auftrag gibt, nach dem Bild der Erscheinung eine Medaille prägen zu lassen. Während die kleine Medaille, vom Volk die "wundertätige Medaille" genannt, um die Welt geht und millionenfach angenommen wird, geht Katharina bescheiden, still, den Menschen hilfreich zugewandt , ihren Weg bis zu ihrem Tod im Jahre 1876.

„Der Glaube, dass uns Jesus Christus selbst aus den Augen der Suchtkranken, die bei uns Hilfe suchen, entgegenblickt, ist die Basis für den Respekt und die Wertschätzung, die wir jedem Hilfesuchenden entgegenbringen“, so Caritasdirektor Ansgar Funcke.

Infos unter: Caritas Suchthilfe, Kalterer Str. 3A, 64646 Heppenheim. Telefon: 06252-700590

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