Heute startet die Caritas ihre Kampagne 2026 unter dem Motto "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen." Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Zukunft im Dialog zwischen den Generationen mit Respekt, Solidarität und Mut gemeinsam gestaltet werden kann.
Die demografische Entwicklung und die Folgen des Klimawandels verändern das Zusammenleben der Generationen grundlegend. Fragen der Generationengerechtigkeit treten dabei stärker denn je in den Vordergrund. Gleichzeitig sind die gesellschaftlichen Herausforderungen so groß, dass sie nur gemeinsam generationenverbindend und zukunftsorientiert bewältigt werden können,
Mit der Kampagne setzt die Caritas bewusst ein Zeichen gegen populäre Spaltungen und einfache Gegensätze. Ihre klare Botschaft: Zukunft gelingt nur gemeinsam.
"In einer Gesellschaft des langen Lebens gehen Kinder, Eltern- und Großeltern-Generation ein langes Stück des Weges gemeinsam", betont Caritasdirektorin Stefanie Rhein. "Alt und Jung brauchen eine gemeinsame Lust auf morgen. Die Caritas steht für ein Miteinander, das nicht trennt, sondern verbindet. Wir sind überzeugt: Nur zusammen geht Zukunft."
Die Caritas überwindet die Vorstellung eines Gegeneinanders von Alt und Jung und knüpft an die Erfahrung an, dass Vertrauen zwischen den Generationen individuell wie gesellschaftlich trägt. Eine gute Zukunft lebt von den Erfahrungen älterer Menschen ebenso wie von den Ideen, Träumen und dem Engagement der Jüngeren.
"Die Idee einer gerechten und lebenswerten Zukunft profitiert davon, wenn sich Generationen gegenseitig ernst nehmen", so Caritasdirektor Winfried Hoffmann. "Die Herausforderungen unserer Zeit dürfen nicht zulasten einzelner Generationen gelöst werden. Es geht darum, Perspektiven gleichwertig einzubinden und solidarische Antworten zu finden."
Die Einrichtungen und Dienste des Caritasverbandes Darmstadt e. V. seien dabei zentrale Orte der Begegnung. Hier kommen Menschen aller Generationen zusammen: von den Jüngsten über die mittleren Generationen bis hin zu hochbetagten Menschen. Caritas schafft Räume für gegenseitige Unterstützung, für gemeinsames Lernen und für die Erfahrung, miteinander unterwegs zu sein.
Konkrete Beispiele seien die Familienzentren, die eine ganze Reihe verschiedener Hilfe-Gruppen und Unterstützungsangebote für unterschiedliche Lebenslagen anbieten. Die Angebote stehen für jeden und jede offen und sind für viele Familien ein wichtiger Anlaufpunkt, ein Ort der Unterstützung und des Austauschs.
Old Meets Young
Auch das Projekt "Old Meets Young" verbinde junge und ältere Menschen. Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule in Bürstadt besuchen regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth. "Was dabei entsteht, sind echte Begegnungen: Es wird gemeinsam gespielt, gebastelt, gesungen, vorgelesen und erzählt über Alltägliches, Erinnerungen und Lebenserfahrungen", so Stefanie Rhein. Das Projekt fördere so ein Verständnis zwischen den Generationen, baue Berührungsängste ab und stärke soziale Kompetenzen. "Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung, erleben Wertschätzung und wachsen persönlich an ihren Aufgaben. Viele entdecken dabei neue Perspektiven für ihr eigenes Leben, manche sogar für ihren späteren Berufsweg im sozialen Bereich." Begleitet durch feste Ansprechpersonen sei "Old Meets Young" ein lebendiges Beispiel dafür, wie gemeinsames Engagement eine Gemeinschaft stärke und Generationen miteinander verbinde.
Mit der Kampagne 2026 lade die Caritas dazu ein, Generationen nicht als Gegensätze zu begreifen, sondern als gemeinsame Kraft für eine solidarische, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft.
Schuhe als Symbol der Kampagne
Auf den Plakaten zeigen Schuhe, was mit "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen" gemeint ist. Schuhe gehören trotz Unterschieden zusammen. Schon das indianische Sprichwort "Gehe hundert Schritte in den Schuhen des anderen" rief dazu auf, sich in die Lage einer anderen Person hineinzuversetzen, um deren Perspektive, Erfahrungen und Motivationen zu verstehen, bevor man urteilt oder handelt.
Mehr Infos auf der Kampagnenwebseite www.caritas.de/verbindet
Plakatmotiv Quelle: DCVQuelle DCV