
Wie erleben die Menschen ihren Stadtteil und was erwarten sie von der Kommunalpolitik? Im Vorfeld der Kommunalwahl 2026 setzt das Forum Gemeinwesenarbeit auf den direkten Austausch zwischen Bewohner*innen und politischen Vertreter*innen. Bei kommunalpolitischen Rundgängen in verschiedenen Stadtteilen werden Themen sichtbar gemacht, die den Menschen vor Ort besonders wichtig sind. Der Auftakt fand in Eberstadt-Süd statt.
Am 15. März 2026 finden in Hessen die nächsten Kommunalwahlen statt, darunter auch in Darmstadt. Gewählt werden die Gemeindevertretungen, die Kreistage sowie Orts- und Ausländerbeiräte. Aus diesem Anlass veranstaltet das Forum Gemeinwesenarbeit, das seit rund zehn Jahren unter dem Titel "Kirche findet Stadt" sozialpolitische Fragen in Darmstadt und Umgebung in den Blick nimmt, vier kommunalpolitische Rundgänge in Eberstadt-Süd, Arheilgen, in der Waldkolonie sowie in Babenhausen. Bei den Rundgängen, zu denen die Kandidat*innen aller demokratischen Parteien eingeladen sind, stehen jeweils verschiedene Themen im Mittelpunkt, die in den Quartieren besonders relevant sind.
Zum Auftakt trafen sich am 20. Januar Bewohner*innen der Kirchtannensiedlung in Eberstadt mit Kandidat*innen von CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, Volt sowie Uffbasse und Vertreter*innen des Forums. Moderiert wurde die Veranstaltung von Katrin Jäger und Jana Freund aus dem Caritaszentrum Eberstadt. Nach einem kurzen Kennenlernen führte ein Rundgang die Teilnehmer*innen an einige der zentralen Orte in der Kirchtannensiedlung. Dort erläuterten Anwohner*innen und Expert*innen aktuelle Herausforderungen des Quartiers wie etwa das häufige wilde Müllabladen oder Vandalismus an öffentlichen Orten, die eigentlich als soziale Treffpunkte für die Bewohner*innen dienen sollen. Mit der Neueröffnung eines Discountmarkts und zahlreichen begeisterten Berichten von Anwohner*innen über die Angebote der Jugend- bzw. Sozialarbeit im Quartier gab es viele positive Entwicklungen zu berichten. Als wichtige Anliegen wurden der Wunsch nach einem direkteren Austausch mit den Immobilienverwaltern sowie danach genannt, auch künftig Gehör bei der Lokalpolitik zu finden.
In einer abschließenden Diskussion bekannten sich die Vertreter*innen der demokratischen Parteien dazu, dass viele lokale Themen wie der Mangel an bezahlbarem Wohnraum sowie eine gute Infrastruktur nur durch ihre aktive und wohlwollende Zusammenarbeit bearbeitet werden können.
