Es bietet Raum für Begegnung, Beratung und gemeinschaftliches Engagement im Quartier. Getragen wird es von einem starken Netzwerk aus Stadt, Caritas und engagierten Partnern.
Von links nach rechts: Maximilian Krauskopf (IDA), Winfried Hoffmann (Caritas), Teresa Turber (IDA), Architekt Hans Rittmannsberger, Maike Fuhr (Rittmannsberger), Oberbürgermeister Hanno Benz, Bürgermeisterin Barbara Akdeniz, Stadtkämmerer André Schellenberg und Stadtrat Michael Kolmer Caritasverband Darmstadt e. V.
Nach dreijähriger Bauzeit und der Überbrückung in einem Interimsquartier wurde das erweiterte und sanierte Caritaszentrum PaMo nun offiziell eröffnet. Caritasdirektor Winfried Hoffmann begrüßte die zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, Kooperationspartner, Förderer und beteiligte Firmen. Er dankte für die große Wertschätzung, die dem Zentrum entgegengebracht wurde. Die Anwesenheit von gleich vier hauptamtlichen Magistratsmitgliedern unterstreiche die Bedeutung der Arbeit, die im Caritaszentrum PaMo täglich für die Menschen im Quartier geleistet werde.
Das 1989 errichtete Gebäude wurde vom Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA) energetisch saniert und durch einen Neubau an der Westseite erweitert. Neben Gruppen- und Büroräumen entstanden neue barrierefreie Zugänge, ein Aufzug und ein großzügiger, offener Eingangsbereich zur Pallaswiesenstraße hin. "Damit wurde ein zentrales Ziel des Städtebauförderprogramms ‚Sozialer Zusammenhalt - PaMo‘ verwirklicht: die Schaffung eines modernen, barrierefreien Orts für die Menschen im Quartier, der Raum für Begegnung, Beratung, Beteiligung und Bildung bietet", sagte Oberbürgermeister Hanno Benz.
"Das neue Gemeinschaftshaus ist ein starkes Zeichen für Teilhabe und Zusammenhalt", so Bürgermeisterin Akdeniz, zugleich Dezernentin für Soziales, Jugend und Prävention. "Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen generationenübergreifend Unterstützung finden, ihre Ideen einbringen und gemeinsam das Miteinander im Viertel gestalten können."
Das Projekt erfüllt hohe energetische Standards: Der Altbau wurde auf den Effizienzhausstandard 55, der Neubau auf den Effizienzhausstandard 40 gebracht. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt Strom für den Eigenbedarf. Regenwasser wird über eine Rigole auf dem Vorplatz versickert, um das Kanalsystem zu entlasten.
"Die bauliche Erneuerung des Gemeinschaftshauses verbindet Klimaschutz, soziale Infrastruktur und Lebensqualität", so Stadtrat Kolmer, Dezernent für Stadtplanung, Klimaschutz, Grünflächen und Umwelt. "Mit der energieeffizienten Sanierung und Begrünung des Umfelds leisten wir einen wichtigen Beitrag für ein zukunftsfähiges und klimaresilientes Quartier."
"Während der Bauzeit seit Frühjahr 2023 wurde der Betrieb der Gemeinwesenarbeit nahtlos in ein Interimsquartier in Containern an der Pallaswiesenstraße 148 verlagert. So konnten Angebote wie Beratung, Familienhilfe, Nachbarschaftstreffen und Freizeitaktivitäten auch während der Umbauphase fortgeführt werden", erklärte Stadtkämmerer Schellenberg. "Das Bestandsgebäude wurde optisch behutsam saniert, hat seinen Charakter behalten und der Anbau ist eine gelungene Erweiterung. Das Gesamtgebäude entspricht jetzt sowohl funktional als auch gestalterisch heutigen Anforderungen."
Caritasdirektor Hoffmann ergänzte: "Wir sind sehr froh, hier sein zu können. Die Unterstützung durch die Stadt, insbesondere während der Bauphase im Interimsquartier, ist von unschätzbarem Wert. Jeder Euro, der investiert wird, wirkt direkt im Quartier und kommt den Menschen zugute." Monatlich finden mehrere hundert Kontakte statt, von Beratung über Hausaufgabenbetreuung und Seniorentreffs bis hin zu Fahrradkursen für geflüchtete Menschen. Der Caritasdirektor dankte auch den hauptamtlichen Mitarbeitenden, die ihre Arbeit auch im Interimsquartier mit großem Engagement geleistet haben. Er betonte: "Die Bauphase hat gezeigt, ganz im Sinne der Caritas-Kampagne: Zusammen geht was, sogar im laufenden Betrieb. Hier ist das Leben pur."
Die Gestaltung des Umfeldes des Gemeinschaftshauses, die in einem Beteiligungsverfahren mit Bewohnerinnen und Bewohnern entwickelt wurde, wird 2026 vom Grünflächenamt umgesetzt. Sie soll den Außenraum funktional und gestalterisch aufwerten und damit das neue Gemeinschaftshaus optimal ergänzen.
Die Ausstattung des Gemeinschaftshauses und die Einrichtung des Kinderspielraums wurden von der Entega Stiftung und der Software AG durch jeweils eine Spende unterstützt.
Den feierlichen Abschluss bildete der Segen von Pfarrer Johannes Gans, der das Haus als Ort des Friedens, der Versöhnung und des respektvollen Miteinanders beschrieb. Besonders hob er hervor, dass hier Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion, darunter auch muslimische Familien, ihre Heimat finden und gemeinsam Visionen verwirklichen können.
Auf Grundlage der Presseinformation der Wissenschaftsstadt Darmstadt, ergänzt durch die Pressestelle des Caritasverbandes Darmstadt e. V.