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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Humanitäre Katastrophe nach dem Erdbeben in Nepal

Nach dem schweren Erdbeben im Himalaya am Samstag, den 25. April 2015 haben die Bergungs- und Nothilfeteams der Caritas auch entlegene Bergregionen erreicht. In den ersten Tagen nach der Katastrophe hatte sich die internationale Hilfe auf die Hauptstadt Kathmandu konzentriert, da die Zugangswege zum Epizentrum des Bebens in den Bergen blockiert waren. Inzwischen aber haben einige der Hilfsorganisationen, darunter auch die Caritas Helfer vier der am schwersten betroffenen Regionen erreichen können. Die meisten Bergdörfer waren schon vor dem Erdbeben, als noch keine Erdrutsche die Zugangswege blockiert haben, nur nach langem Fußmarsch zu erreichen. Die Teams aus nepalesischen und internationalen Caritas - Mitarbeitern berichten, dass viele der Erdbebenopfer durch das Erlebte und den Verlust geliebter Angehöriger traumatisiert sind.

Inzwischen sprechen die Behörden von mehr als 7.000 Todesopfern und weit mehr als 10.000 Verletzten. Tausende werden noch vermisst. In Gorkha und Sindhupalchowk sind 90 Prozent der Häuser UN-Angaben zufolge beschädigt oder zerstört, rund acht Millionen Menschen direkt Betroffene. Sie haben Verwandte verloren, ihre Häuser wurden zerstört, ihr Hab und Gut ist unter den Trümmern verschüttet.

Die nepalesische Regierung hat unmittelbar nach dem Erdbeben eingeräumt, mit der Bewältigung der Notlage überfordert zu sein. Weder gibt es ausreichend Rettungskräfte um Tote und Verletzte zu bergen, noch genug medizinische Hilfen. Es fehlte zu Beginn der Rettungseinsätze an allem: an Ärzten, Medikamenten, Notunterkünften, Versorgungsmöglichkeiten, einer funktionierenden Infrastruktur, Räumfahrzeugen - und an einer effektiven Koordination der Hilfen. Noch immer hat sich diese Situation nicht gewandelt, doch nach und nach gelingt es, Hilfen in die Katastrophenregion zu bringen. Noch immer aber bereitet  auch der Transport der internationalen Hilfsgüter große Schwierigkeiten. Der kleine Flugplatz von Kathmandu ist mit den schweren Cargomaschinen überlastet, es gibt weder genug Lager noch LKW zum Abtransport der Frachten.

Wegen der Nachbeben oder weil sie ohnehin schon ihr Zuhause verloren haben, verharren die Menschen in Katmandu im Freien oder unter Planen.

Die Katastrophe nach dem Beben

"Die Rettung von Menschenleben hat jetzt oberste Priorität", sagt der Direktor der Caritas Nepal, Pius Perumana. "Viele Menschen haben ihr Zuhause verloren und müssen auf offener Straße leben. Wir müssen sie dringend mit Nahrung und Notunterkünften versorgen."  Vielerorts ist das Stromnetz zusammengebrochen und die Kommunikation sehr schwierig.

Das schwere Erdbeben im Himalaya am Samstag, den 25. April 2015, hat Nepal aber auch Teile Nordindiens und Tibets erschüttert. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 7,8 liegt in der äußerst dicht besiedelten Region zwischen der Hauptstadt Kathmandu und der Provinzstadt Pokhara. Allein in Nepal sind 30 von 75 Distrikten betroffen, 13 davon schwer. Zahlreiche Nachbeben (darunter eines am Sonntag, den 26. April, mit der Stärke 6.7) erschweren die Bergung der Toten und Verletzten sowie die Aktionen der Soforthilfe.

Noch immer sind viele Gebiete noch nicht erreicht. "Viele Häuser sind zerstört oder stark beschädigt. Gott sei Dank war das Beben tagsüber an einem arbeitsfreien Tag. Viele Leute waren draußen unterwegs, als das Beben sich ereignete."

 Katastrophenhelfer lokaler und internationaler Caritasverbände haben die Soforthilfe eingeleitet. Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, stellt für die Nothilfe vorläufig eine Million Euro bereit. Drei deutsche Mitarbeiter verstärken das lokale Katastrophen-Team der Caritas Nepal.

Stefan Teplan

Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden auf.

Spenden mit Stichwort "Erdbebenhilfe Nepal" werden erbeten auf:

Caritas internationalFreiburg, Spendenkonto 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
IBAN Nr.: DE88660205000202020202
BIC: BFSWDE33KRL
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