Heimleiterin Ulrike Schaider, Caritasdirektor Winfried Hoffmann, Stiftungsdirektor Heinrich Griep, die Leiterin der Tagespflege, Claudia Sänger, viele Gäste und Mitarbeitende gedachten der Eheleute Enders, die mit ihrer Stiftung die Tagespflege über ihr eigenes Leben hinaus dauerhaft unterstützen. Caritasverband Darmstadt e. V.
So hätte es dem Ehepaar Enders bestimmt gefallen: Viele Mitarbeitende und Gäste der Tagespflege des Caritasheim St. Elisabeth in Bensheim hatten sich um das Bäumchen versammelt, das zu Ehren von Irmgard und Helmut Enders im Hochbeet vor dem Eingang der Tagespflege eingepflanzt worden war. Stiftungsdirektor Heinrich Griep und Caritasdirektor Winfried Hoffmann setzten mit einer Gedenktafel ein weiteres Zeichen für das besondere Vermächtnis der beiden.
Mit Musik, einem Umtrunk und wertschätzenden Worten wurde das Lebenswerk von Irmgard und Helmut Enders gewürdigt. Begonnen hatte die Verbundenheit des Ehepaars zur Tagespflege vor 27 Jahren. Irmgard Enders war durch eine Parkinson Erkrankung schwerstpflegebedürftig und nutzte das Hilfsangebot der Tagespflege. Fünfmal die Woche brachte Helmut Enders seine Frau aus Fürth nach Bensheim und holte sie am Abend wieder nach Hause, bis sie 2007 verstarb. Das kinderlose Ehepaar entschloss sich schon nach kurzer Zeit, die Tagespflege in der ein oder anderen Anschaffung finanziell zu unterstützen. "Sie sagten, dass sie damit ein kleines Dankeschön für die gute Versorgung ausdrücken wollten, die Irmgard Enders hier erfuhr", berichtet die Leiterin der Tagespflege, Claudia Sänger.
2001 entschied sich das Ehepaar die Tagespflege im Caritasheim St. Elisabeth durch eine eigene Stiftung dauerhaft zu unterstützen und sie gründeten die "Irmgard und Helmut Enders-Stiftung" unter dem Dach der Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung. In den vergangenen 25 Jahren konnten dank der Zinserträge viele Dinge angeschafft werden: unter anderem wurden Musik- und Klanginstrumente, ein Musikschrank für die Aufbewahrung der Instrumente, ein Medienschrank, ein Fernseher, ein Schaukelsessel, ein Gymnastikwagen mit verschiedenen Übungsmaterialien und das Hochbeet im Eingangsbereich finanziert.
Als Helmut Enders im vergangenen Jahr verstarb entschieden Heimleiterin Ulrike Schaider und Claudia Sänger mit einem Baum an das Ehepaar dauerhaft zu erinnern. "Ein Baum ist ein starkes Symbol: Er steht für Wachstum, für Verwurzelung und für das Weitergeben von Leben. Genau das spiegelt auch das wider, was durch die Stiftung angestoßen wurde - etwas Bleibendes, das über Generationen hinauswirkt", so die Heimleiterin. "Dieser Baum möchte uns daran erinnern, wie wichtig es ist, gemeinsam etwas aufzubauen, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft zu gestalten."
Auch Stiftungsdirektor Heinrich Griep freute sich über den würdevollen Rahmen. Er erinnerte an persönliche Begegnungen mit dem Stifter, den er immer als sehr energiegeladen erlebt hatte. "Helmut Enders war es wichtig, die Tagespflege dauerhaft zu unterstützen. Als zweiter persönlicher Stifter bei der Ketteler-Stiftung vor 25 Jahren ging er damals recht neue Wege. Bereut habe er diese Entscheidung nie, denn ewig zu helfen, das hatte ihn und seine Frau damals überzeugt."
So ist aus persönlicher Erfahrung, aus gelebtem Alltag und aus dem Wunsch heraus, anderen zu helfen, durch das Ehepaar etwas entstanden, das weit über das eigene Leben hinauswirkt.
