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Stand: 23.05.2019

Pressemitteilung

Benedict Pretnar ist neuer Einrichtungsleiter in Mariä Verkündigung

Eigentlich sollte die "Schlüsselübergabe" von Heide Neumann an den Kollegen Benedict Pretnar mit Gottesdienst und Festakt Ende April offiziell gefeiert werden, doch Corona machte diesem Plan einen Strich durch die Rechnung. Da Benedict Pretnar im Januar schon im Verband seine Tätigkeit aufgenommen hatte, hatte er das sonst nach außen sehr offene Haus noch ohne Kontaktsperre und Abstandsgebote kennenlernen dürfen. Nun beschäftigt er sich im Berufsalltag mit ganz neuen Herausforderungen und muss zum Beispiel Besuche zu Muttertag oder zu Geburtstagen reglementieren und Angehörige, Bewohnerinnen und Bewohner in ihrer Enttäuschung begleiten.

"Die Coronapandemie verlangt den Bewohner*innen und Mitarbeitenden viel ab", so der Heimleiter. Das beginne schon mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Besuchszeiten. Das sei für die meisten Bewohner die sichtbar größte Herausforderung. "Hier fällt ihnen nicht nur das Atmen schwerer, durch die großflächige Abdeckung des Gesichts können sie häufig noch schlechter verstehen, da ihnen die Mimik und das Lippenlesen fehlen." Aber auch, dass die Betreuungs- und Sozialangebote zurzeit nicht im gewohnten Umfang stattfinden können, sei sehr bedauerlich. "Viele Veranstaltungen, die bei Bewohnerinnen und Bewohnern hoch im Kurs stehen, fallen aktuell aus, sei es das Nähstübchen, die Musik- und Gesangsrunden mit Ehrenamtlichen oder das Sommerfest. Ebenso fallen die ehrenamtlichen Besuchsdienste unter das Kontaktverbot." In Zeiten der Besuchssperre habe die IT aber sehr schnell reagiert und die Bereichslaptops mit einer Messengerlösung ausgestattet. Dadurch konnten die Bewohner*innen über Videotelefonie oder über Grußbotschaften Kontakt halten. Auch dank der Spende eines führenden Telekommunikationsunternehmens von drei Smartphones samt Datenguthaben könne vermehrt über die bekannten Apps kommuniziert werden. "Darüber hinaus nutzen die meisten Bewohner*innen ganz konventionell ihr Telefon", so der Heimleiter, der vom Verständnis für die Situation der meisten Betroffenen beeindruckt ist.

Als Projektleiter für die Digitalisierung und Gesamtleiter für die ambulant betreuten Wohngemeinschaften bei seinem früheren Arbeitgeber, der Caritas Altenhilfe St. Martin Rheinhessen gGmbH, hat der studierte Pflege- und Gesundheitswissenschaftler Berufserfahrungen gesammelt, die er in dieser turbulenten Zeit gut einbringen kann. Zuvor hatte er der examinierte Altenpfleger auch fünf Jahre als Pflegedienstleitung beim Johannesbund in Weiterstadt gearbeitet. Nach seiner berufsbegleitenden Ausbildung zum Qualitätsmanager im Gesundheits- und Sozialwesen bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität war er Qualitätsmanagementbeauftragter des Trägers.

Dem Heimleiter ist es besonders wichtig, "dass "Senior*innen in einer Altenhilfeeinrichtung ihren Alltag, trotz ihrer kleinen und großen Einschränkungen, selbstbestimmt und mit einem hohen Maß an Teilhabe leben können." So lange Angehörige und Ehrenamtliche wegen des Virus zur Unterstützung dieses Zieles nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, brauche es dabei umso mehr das Engagement der Mitarbeitenden. Trotz vieler Verunsicherungen, die das Team in den letzten Jahren erlebt habe, leisteten alle eine sehr gute Arbeit. Dies wurde auch bei der unangekündigten Überprüfung der Pflege- und Betreuungsqualität durch den MDK bestätigt, da das Haus in allen Teilbereichen eine 1,0 erhalten habe.

Durch die Notwendigkeit des Neubaus der Einrichtung und die damit verbundenen Veränderungen warten weitere Herausforderungen auf den neuen Mitarbeiter des Caritasverbandes Darmstadt. Diese gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anzupacken, darauf freue er sich: "Diese Aufgabe birgt sowohl die Chance Bewährtes mitzunehmen, als auch Altes zurückzulassen oder an die neuen Gegebenheiten anzupassen." Auch sei er gespannt darauf, dieses Umfeld auf der Grundlage von Offenheit, Vertrauen und christlicher Nächstenliebe mit seinem Team zusammen zu gestalten und diesen Weg gemeinsam zu gehen.

Den Ausgleich für seinen Arbeitsalltag findet Benedict Pretnar in der philippinischen Stockkampfkunst "Modern Arnis" und in der Fotografie.




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