Bensheim. Die Bewerbung der Stadt Bensheim um eine weitere Förderung durch das Bundesprogramm "Demokratie Leben!" war erfolgreich. Somit erhält die Stadt - wie auch im Jahr 2025 - die maximale Fördersumme von 140 000 Euro pro Jahr. "Als Bürgermeisterin unserer Stadt freue ich mich sehr, dass Bensheim wieder die Zusage erhalten hat. Das spricht für die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr, das große Potenzial an Demokratie fördernde Projekte, welches durch den Bund erkannt wird", sagte Bensheims Bürgermeisterin Christine Klein. Mit der erneuten Förderzusage bleibt Bensheim Teil einer bundesweiten Strategie.
Mit dem Bundesprogramm werden Projekte gefördert, die demokratische Werte im Alltag stärken, gesellschaftliche Vielfalt aktiv gestalten und extremistischen Entwicklungen frühzeitig vorbeugen. Weitere Fördergelder in Höhe von 12 000 Euro pro Jahr erhält die Stadt Bensheim aus dem Landesprogramm "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus".
Das Bundesförderprogramm "Demokratie Leben!" gibt es seit 2015. Die dritte Förderperiode, die 2025 begann, ist bis zum Jahr 2032 befristet. Bensheim muss sich - wie alle anderen Kommunen und Kreise auch, die aus dem Topf gefördert werden wollen - jedes Jahr neu bewerben.
In der größten Stadt im Kreis Bergstraße bilden Koordinierungs- und Fachstelle und federführendes Amt die zwei Säulen der "Partnerschaft für Demokratie Bensheim" - so heißt der lokale Ableger von "Demokratie Leben" in Bensheim. Die Koordinierungs- und Fachstelle ist bei der Caritas angesiedelt, organisiert das operative Geschäft, berät zu den Projekten, steht in engem Kontakt zur Zivilgesellschaft und zur Stadtverwaltung. Dort kümmert sich das federführende Amt, welches dem Büro der Bürgermeisterin zugeordnet ist, um die verwaltungstechnischen Abläufe, berät bei Planungs- und Strategiefragen der "Partnerschaft für Demokratie Bensheim" und ist die Verbindung zum Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Dort laufen die Fäden aller "Partnerschaften für Demokratie" in Deutschland zusammen.
In Hessen wurden 2025 insgesamt 28 Partnerschaften mit unterschiedlich hohen Fördersummen unterstützt. Die Stadt Bensheim gehörte zu den Kommunen, die für 2026 mit einer Fördersumme von 140 000 Euro den Maximalbetrag erhielten. "Das gibt uns viele Möglichkeiten, in unserer Stadt Projekte im Sinne von Demokratiebildung und Extremismusprävention zu fördern", sagte Rathauschefin Christine Klein.
Andreas Waldenmeier, Leiter des Caritas Zentrums Franziskushaus, freut sich auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit von Caritas und Stadt sowie auf viele Projekte auch im Jahr 2026: "Viele Schwerpunkte der Netzwerkarbeit sind niederschwellig und haben marginalisierte Gruppen, Menschen mit Teilhabebeschränkungen, Jugendliche und Kinder, Schulen, Vereine, Religionsgemeinschaften sowie Unternehmen im Blick."
Gemeinsam mit den Projektanbietenden wollen Stadt Bensheim und Caritas auch in diesem Jahr Räume schaffen, in denen demokratische Beteiligung gelebt und gesellschaftliche Verantwortung übernommen wird. Diversität wird als Bereicherung des Zusammenlebens verstanden. Projekte zur interkulturellen Begegnung und zur Förderung von Toleranz stärken das gegenseitige Verständnis und tragen zu einem offenen Stadtklima bei.
Beratung und Informationen zu Fördermöglichkeiten und -bedingungen gibt es über die Koordinierungs- und Fachstelle, Ansprechpartnerin Magdalena Schumann, Telefon 06251 / 854 25 152, Mail: kuf.bensheim@caritas-darmstadt.de .