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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Eröffnung der interaktiven Ausstellung Klimagourmet im Foyer der Sparkasse

Der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch ist Schirmherr der Kampagne. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Februar dort zu den Geschäftszeiten der Sparkasse zu sehen.

Wenn’s um CO2 geht, sprechen wir oft vom Auto. Weniger gegenwärtig ist das Thema Ernährung, die mit circa 14 Prozent vom gesamten CO2-Ausstoß eines Deutschen fast so viel ausmacht wie die Mobilität.

In Deutschland gehen rund 1,5 Tonnen pro Person durch die Ernährung auf das jährliche Klima-Konto. Ein Wert, den wir einfach und lecker reduzieren können, um klimaverträglicher zu leben.

In der interaktiven Ausstellung „Klimagourmet“ können Besucher die Themen Treibhauseffekt, Wahl der Lebensmittel, Produktionsaufwand und Transport an verschiedenen Stationen erfassen, ohne lange Texte und komplizierte Diagramme entziffern zu müssen. Die Besucher können durch vergleichen von Flächen, wiegen, hochziehen, und andere grafische und dreidimensionale Anreize die Themen sensorisch und visuell begreifen.

Die Fleischproduktion etwa verursacht viel CO2, denn für die Herstellung von Fleisch benötigt man nicht nur Weideland für die Tiere, sondern auch Ackerfläche für das Futter. Die Futterpflanzen werden meist in Südamerika angebaut, wo oft Regenwald den Getreide und Sojafeldern weichen muss. So wird vielen Tierarten ihr Lebensraum genommen und ein wichtiger CO2-Speicher zerstört. Aus überdüngten Böden wird Lachgas freigesetzt, das klimaschädlichste Gas der Landwirtschaft.

Ein weiterer Aspekt ist das Methan, das die Rinder bei der Verdauung ausstoßen. Das Gas wirkt in der Atmosphäre 21-mal so stark wie CO2. Ganz zu schweigen von den Abgasen, die beim Transport des Futters, des Fleisches und der Tiere entstehen, bis hin zum Energieverbrauch bei der Kühlung und Weiterverarbeitung. Milchprodukte wirken sich ebenso aufs Klima aus. Hier ist der Fettgehalt ein guter Indikator für den CO2-Abdruck: Ungefähr ab 15 Prozent Fettgehalt bedeutet es, hier musste viel Milch für die Produktion verwendet werden, was wiederum schlechter für die Klimabilanz ist.

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