URL: www.caritas-darmstadt.de/aktuelles/pressemitteilungen/immer-ein-offenes-ohr-und-eine-offene-tuer-a9106642-34a0-4e14-b6c8-f39545891b7f
Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Immer ein offenes Ohr und eine offene Tür

Als er am 1. März 1985 im Caritasheim St. Elisabeth seinen ersten Arbeitstag als Heimleiter hatte, gab es 16 Stellen in der Pflege und 120 Bewohnerinnen und Bewohner. Alle besuchte er an seinem ersten Tag und über all seine 33 Berufsjahre hat sich der enge Kontakt zu den Menschen, die hier im Hause leben trotz seiner vielen Aufgaben nie verändert. Nun wird er sich von allen Bewohnerinnen und Bewohnern persönlich verabschieden, denn der Heimleiter übergibt den Hausschlüssel an Ulrike Schaider und verabschiedet sich in den Ruhestand.

Die offizielle Verabschiedung begann mit einem Gottesdienst in der Kapelle mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Pfarrer Harald Poggel und Pfarrer Thomas Catta.
Pfarrer Poggel dankte dem scheidenden Leiter und seinen Mitarbeitenden dafür, dass durch ihr Engagement das Caritasheim einen guten Ruf als Ort der Menschlichkeit erworben habe, an dem tagtäglich professionell gehandelt werde.

Caritasdirektor Ansgar Funcke dankte dem langjährigen Caritasmitarbeiter für seine menschliche Wärme, sein exzellentes Wissen, seine vielen Ideen. „Sie haben die Gegenwart analysiert, um Zukunftswege zu finden, Bewohner und Mitarbeitende fanden bei Ihnen immer ein offenes Ohr und eine offene Tür. Sie haben das Haus stets weiterentwickelt und die Vielfalt unterschiedlicher Bedarfslagen alter Menschen immer wieder durch neue Angebote abgedeckt. Die Einführung des Schichtdienstes, die Entwicklung der Tagespflege, das Betreute Wohnen sind nur einige wenige Beispiele dafür. Ihre Ideen und Impulse haben das Haus geprägt.

Auch Bürgermeister Rolf Richter dankte für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit und die vielen Projekte, die Hans-Peter Kneip im Bereich Altenhilfe angestoßen hat. „Es sind die Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, das spürt man. Ihr Blick galt dabei immer über den Tellerrand hinaus, in den ganzen Sozialraum.

Dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner in diesem offenen und lebendigen Haus sehr wohl fühlen, bestätigte der Heimbeirat, dessen Vertreterin dem Heimleiter dafür dankte, dass sein Herz immer für die älteren Menschen geschlagen und sein Kopf immer für sie gearbeitet habe. „In diesem Haus steckt Ihre Persönlichkeit und dank Ihnen geht das Ansehen des Hauses weit über seine Grenzen hinaus. Sie waren immer voller Tatendrang, für Sie war diese Arbeit kein Job sondern eine Berufung.“ Die angenehme Atmosphäre sei auch für die Angehörigen und sonstige Besucher deutlich spürbar. So ist auch die stolze Zahl von rund 80 Ehrenamtlichen zu erklären.

Was Hans-Peter Kneip vor seiner Pensionierung besonders am Herzen lag, war insbesondere die Regelung seiner Nachfolge und die Zukunft des Hauses. Daher ist er sehr glücklich, dass beides gut geregelt ist. „Es hätte nicht besser kommen können: Bei meiner Nachfolgerin Ulrike Schaider ist das Haus in besten Händen.

Mit dem Neubau in der Rodensteinstraße als Ergänzung zum Haupthaus warten auch sogleich große Herausforderungen auf die 38 Jährige Diplom-Sozialarbeiterin. Das war vor 33 Jahren bei Hans-Peter Kneip aber auch nicht anders. Schon am Tag des Bewerbungsgespräches zückte der damalige Caritasdirektor Wilhelm Schulze Baupläne aus der Schublade und fuhr gleich mit dem damals 32 Jährigen ins Heim, um ihm die Zukunftspläne des Hauses vor Ort zu erklären. So gehörte zum Arbeitsfeld des Diplom-Pädagogen immer wieder die Organisation von Umbaumaßnahmen bei voller Belegung. Eine echte Herausforderung, wie der Heimleiter beim Rückblick auf seine Caritasjahre feststellte. Doch Bewohner und Mitarbeitende haben dies immer bestens zusammen gemeistert.

Der Nachfolgerin Ulrike Schaider ist das Haus schon sehr vertraut. Als Schülerin der Liebfrauenschule verbrachte sie hier schon viele Stunden. Nach ihrer Ausbildung als Krankenschwester arbeitete sie im Caritasheim, um sich ihr Studium Soziale Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule zu finanzieren. Nach dem Studium arbeitete Ulrike Schaider bei einem privaten Träger im Odenwald im stationären Bereich und sammelte fünf weitere Jahre Berufserfahrungen in einer Einrichtung in Bayern. In dieser Zeit bildete sie sich als Pflegedienst- und Heimleiterin weiter. Seit August 2016 ist sie die Pflegedienstleiterin im Caritasheim St. Elisabeth. Ihre gute Art mit den Menschen umzugehen, mit Mitarbeitenden wie auch Bewohnern und ihre hohe Kompetenz bereiteten den Weg zur neuen Aufgabe. Nun freut sich die Bensheimerin auf die neuen Herausforderungen.

Copyright: © caritas  2018