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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Zukunft gesucht: Bessere Chancen dank vieler Kontakte

Es ist geschafft. Neun Monate Sprach- und Orientierungskurs  sind vorbei, das erste Ziel:  gute Sprachkenntnisse auf dem Niveau A1 haben fast alle  erreicht. Siebzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Äthiopien und Somalia trafen sich Anfang August  im Pfarrzentrum St. Michael, um den  Abschluss zu feiern. 

"Sie waren eine engagierte Klasse", lobte Kursleiterin Denise Sauter  ihre Schülerinnen und Schüler.  "Am Anfang  haben Sie zwar gemeint, es ginge nicht schnell genug voran. Aber Sie haben  gemerkt, dass man nur auf einer guten Grundlage aufbauen kann.  Das sehen wir jetzt an den Ergebnissen." 78 % haben den Abschlusstest bestanden.  An der Abschlussprüfung hatten auch drei Frauen  der Alpha-Klasse von Frau Babitsch mit gutem Ergebnis  teilgenommen.

Schon im zweiten Durchgang bietet die Caritas den Sprach- und Orientierungskurs  für neuzugezogene Flüchtlinge in Bürstadt an. Gefördert vom Kreis Bergstraße und in Kooperation mit dem "Netzwerk Asyl" ist dieses Integrationsangebot Teil des Bürstädter Deutschförderprogramms. Montags, dienstags und donnerstags traf sich die Klasse in den Räumen von St. Michael, zunächst für drei, in der Schlussphase für vier Unterrichtsstunden vormittags. Im Zentrum des Kurses stand die Förderung der mündlichen Sprechfertigkeit.  In Partnerarbeit, Dialogen oder fiktiven Telefongesprächen wurde geübt, Termine zu vereinbaren, sich um eine Arbeit, eine Wohnung  zu bewerben oder auch einfach ein Gespräch mit Nachbarn zu führen. Über Gewohnheiten und Hobbys sprechen zu können und deutsche Gewohnheiten kennenzulernen hat den Neu-Bürstädtern viel Spaß gemacht. Zwei Bände eines Lehrwerks  haben sie durchgearbeitet,  es gab immer Hausaufgaben, wer fehlte oder nicht zum Unterricht kommen konnte, musste sich schriftlich entschuldigen. Dank des hohen ehrenamtlichen Engagements in der Gemeinde gab es viele Kontakte und Anlässe, auch außerhalb des Unterrichts das Gelernte erfolgreich anzuwenden.

"Vier Teilnehmer haben bereits eine Arbeit gefunden, einer hat schon mit dem Job angefangen", freut sich Hannelore Lehnard vom Caritasverband und hofft, dass  die anderen möglichst schnell eine  Chance bekommen. Für manche ist es besser weiter zu lernen, die Sprachkenntnisse  z.B. in einem Integrationskurs oder einem berufsvorbereitenden Kurs weiter zu entwickeln. Aber alle wünschen sich, eine Arbeit  zu finden.

Konzept und Umsetzung dieses Sprachprojekts haben sich bewährt. Die Möglichkeit eines dritten Durchlaufs  wird derzeit überprüft.

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