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Stand: 23.05.2019

Pressemitteilung

Skypen im Altenzentrum St. Rochus

"Im Altenzentrum St. Rochus mussten wir infolge der aktuellen Gefahrensituation nach und nach die Kontaktmöglichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner reduzieren. Dies begann damit, das wir zunächst den vielen Ehrenamtlichen, die in unserem Haus so manche Veranstaltung mitgestalten, absagen mussten. Dadurch fielen einige Angebote aus oder sie mussten in der Durchführung umgewandelt werden", so der Rückblick von Maritas Averbeck auf die letzten Wochen im Altenzentrum in Dieburg.

Danach kam eine kurze Zeit in der die Angehörigen nur eine Stunde pro Tag kommen durften, doch seit gut zwei Wochen ist dies auch nicht mehr möglich. Das Haus ist jetzt für Besucherinnen und Besucher geschlossen, um die Chancen für den Einzug der Coronaviren in die Einrichtung zu verringern.

"Wenn wir den Bewohnerinnen und Bewohnern erklären, weshalb die Angehörigen zurzeit nicht kommen dürfen, zeigen sie mitunter ein erstaunliches Verständnis für diese außergewöhnliche Situation", so die Leiterin des Altenzentrums. Einige Angehörige benutzten Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten jetzt über den Balkon, so ist der nötige Abstand gewahrt.

Mehr und mehr werde nun ein neues Angebot genutzt, um miteinander in Kontakt zu bleiben: Skypen. "Es macht uns allen Spaß, unsere Bewohnerinnen und Bewohner beim Kennenlernen dieses Mediums zu begleiten."  

Auch zum Osterfest hatte sich das Team etwas einfallen lassen. Die Bewohnerinnen und Bewohnern schickten ihren Angehörigen persönliche Ostergrüße mit einem eigenen Bild. "Bei manchen mit Unterstützung von Mitarbeitenden als Goastrider", sagt Marita Averbeck lachend. Den Bewohnern sei es sehr wichtig gewesen, einen Gruß zu schicken. Die Angehörigen hatten sich sehr darüber gefreut.

"Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich, den Bewohnerinnen und Bewohnern in dieser kontakteingeschränkten Zeit zu Kurzweil zu verhelfen. Hochmotiviert sorgen sie dafür, dass sie gut gepflegt und betreut werden, halten sich an die verschärften Hygienevorschriften, so dass der Virus keinen Einzug ins Altenzentrum finden kann", hofft die Heimleitung.

Aus der Dieburger Bevölkerung kommen immer wieder Angebote helfen zu wollen. So wurden auch selbstgenähte Mund-Nasen-Schützer gespendet, dafür ist die Leiterin sehr dankbar. Einen Wunsch hat sie für die Zeit nach Corona: "Jetzt, wo die Gesellschaft wahrnimmt, dass der Pflegeberuf "systemrelevant" ist, bleibt zu hoffen, dass sie auch nach "dieser Zeit" die Pflege würdigen und sich perspektivisch die Rahmenbedingungen für das Pflegepersonal grundsätzlich verbessern werden. So sollte für mehr Menschen das Bedürfnis entstehen, sich für einen Pflegeberuf zu entscheiden."

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