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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Jobs mit Zukunft und Perspektive

Es gibt viele Fragen an diesem Vormittag in der Gruppe: Was soll ich zum Bewerbungsgespräch anziehen? Was soll ich sagen und was nicht? Man merkt den Teilnehmerinnen anfangs ihre Verunsicherung an. Für manche liegt ein Bewerbungsgespräch schon sehr lange zurück. Doch für den Schritt in den Arbeitsmarkt werden sie nicht um das Gespräch herumkommen.

Daher ist es gut, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Qualifizierungsprojektes „Altenpflege, Betreuung von demenzkranken Menschen und Hauswirtschaft“ nach ihrer guten Qualifizierung nun auch auf diesen Schritt vorbereitet werden. Sabine Hötzel, Referentin für Bewerbungstraining, hat mit den neun Kursteilnehmern ihren Lebenslauf und ein persönliches Anschreiben besprochen. Sie schaut mit allen, die es wünschen, die Bewerbungsmappe an. „Das gibt Sicherheit und ein gutes Gefühl“, sagt Teilnehmerin Corinna Brucks. Sie war zwei Jahre arbeitssuchend und fühlt sich durch den Kurs nun gestärkt, sich als Betreuungsassistentin zu bewerben. Die 53-Jährige macht sich viele Notizen, wenn Sabine Hötzel über das Bewerbungsgespräch spricht und mögliche Fragen nennt, auf die die Teilnehmerschaft vorbereitet sein sollte. Zum Beispiel: Wieso bewerben Sie sich auf diese Stelle? Was hat Ihnen bei der letzten Tätigkeit gefallen und was nicht? Im Rollenspiel mit der Trainerin beantwortet Corinna Brucks die Fragen, als sei es ein echtes Bewerbungsgespräch. Danach bekommt sie von der Personaltrainerin ihr Feedback. Das tut ihr gut und gibt ihr Selbstvertrauen, welches während ihrer Arbeitslosigkeit sehr gelitten hat, wie sie sagt. „Authentisch sein, nicht auswendig gelernte Sprüche aufsagen, auch den Mut haben, selbst Fragen zu stellen“, dies und vieles mehr bekommen die Kursteilnehmer an dem Vormittag für den nächsten Schritt in den Arbeitsmarkt mit auf den Weg.

Corinna Brucks und ihre Kurskolleginnen und -kollegen haben für weitere Fragen auch Caritasmitarbeiterin Silvia Haußer als Jobcoach an ihrer Seite. Die 56-jährige Diplom-Sozialarbeiterin unterstützt nun seit einem Jahr Projektleiterin Dorothee Spieß, um die erfolgreiche Vermittlungsquote noch weiter zu steigern.

Die neun Frauen und Männer, die jetzt nach längerer Arbeitslosigkeit oder nach der Familienphase den Wiedereinstieg in das Berufsleben suchen oder die auf der Suche nach einem neuen Aufgabengebiet sind, haben ihre Prüfungen bestanden und eine gute Perspektive auf eine Festanstellung. So zum Beispiel die 37-jährige Sanela Pavlic. Sie hatte früher im hauswirtschaftlichen Bereich gearbeitet und suchte nach ihrer Arbeitslosigkeit nun eine neue Herausforderung. Nun freut sie sich auf die erfüllende Arbeit mit älteren Menschen als Pflegehelferin in Bürstadt.

Alle sind stolz, dass sie den anspruchsvollen Kurs mit all seinen Herausforderungen geschafft haben. Diejenigen, die mit der deutschen Sprache Probleme haben, hatten Lernpaten zur Seite. Dorothee Spieß schaut immer danach, dass niemand mit seinen Sorgen und Problemen alleine gelassen wird.

Das Projekt existiert seit dreizehn Jahren in der heutigen Form in Kooperation mit dem Eigenbetrieb „Neue Wege Kreis Bergstraße – Jobcenter“ als Kostenträger und gehört somit zu einer der am längsten geförderten Maßnahmen. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis und die stete Anpassung an die Entwicklungen in der Altenhilfe gelingt der Weg in die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder in Ausbildung mit hoher Erfolgsquote. In 2017 wurden 75% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Kurs mit Zertifikat abschlossen, vermittelt. Herausforderung bleibt dann, sich in der praktischen Arbeit zu bewähren.

Für den neuen Qualifizierungskurs im April 2018 sind im Projekt noch Plätze frei.
Interessierte sollten jetzt schon mit der Projektleiterin in Kontakt treten.

Kontakt:

Caritas Zentrum Franziskushaus
Frau Dorothee Spieß und Frau Silvia Haußer
Klostergasse 5 A
64625 Bensheim
Telefon 06251 – 85 42 51 52

Hintergrundinfos zum Projekt:

Schon im dreizehnten Jahr bietet der Caritasverband Darmstadt e. V. in Kooperation mit dem Eigenbetrieb „Neue Wege Kreis Bergstraße“ das Qualifizierungsprojekt in den Bereichen der stationären und ambulanten Altenpflege, Betreuung demenzkranker Menschen und Hauswirtschaft an.

Die Teilnehmenden werden auf hohem Niveau eingearbeitet, qualifiziert und betreut und auf ihre verantwortungsvolle Arbeit vorbereitet. Zwölf Referentinnen begleiten sie über die Kursdauer.

In 210 Theoriestunden lernen sie viel über Pflege, Pflegetechniken, Demenzerkrankungen, Umgang mit demenzkranken Menschen, hauswirtschaftliche Versorgung und Kommunikation. Ein Erste-Hilfe-Kurs und ein zweitägiges Seminar über Pflege und Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen gehören ebenfalls zur Qualifizierung.

Der Praxisteil findet in den Caritas Altenheimen Bürstadt, Bensheim und Einhausen, im Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung in Lampertheim, im SenVital Senioren- und Pflegezentrum Mörlenbach sowie in den Caritas Sozialstationen statt.

Nach Erhalt des Zertifikats können die Teilnehmenden als Helfer/-in der Hauswirtschaft, als Pflegehelfer/-in, als Betreuungsassistent/-in oder als Alltagsbegleiter/-in arbeiten.

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