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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Einweihung des Caritaszentrum St. Vinzenz in Einhausen

Die Stühle der Begegnungsstätte im Caritaszentrum St. Vinzenz waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Gäste aus Kirche, Caritas, Politik sowie weitere wichtige Wegbegleiter und Kooperationspartner kamen zur Einweihung des Altenpflegeheimes nach Einhausen. Der Wunsch nach einer eigenen Seniorenwohnstätte im Ort entstand vor mehr als sieben Jahren als Idee der Frauen-Union, insbesondere von Karin Gärtner und Regina Hofsäß. Durch das Miteinander von Kommunalpolitikern aller Fraktionen sowie das Engagement vieler Personen und Institutionen konnte er in Erfüllung gehen. Ein passendes Grundstück wurde von der Gemeinde mitten in Einhausen in der Rheinstraße zur Verfügung gestellt. Projektträger und Bauherr wurde der Caritasverband Darmstadt, da mit der Caritas "ein professioneller, zuverlässiger und engagierter Partner gefunden wurde, der mit Begeisterung die Altenhilfe innovativ, menschenwürdig und bedarfsgerecht entwickelt", so die Lob- und Dankesworte des Bürgermeisters Philipp Bohrer. 

Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer zeigte sich von Anfang an begeistert und half engagiert, ein passgenaues Angebot für Einhausen zu entwickeln. Dieses umfasst im Wesentlichen drei Bausteine:

das Altenpflegeheim im Hausgemeinschaftsmodell mit 40 Plätzen, Betreutes Wohnen für Senioren bestehend aus acht Wohnungen und die Begegnungsstätte für Jung und Alt. Somit werden abgestufte Formen des Wohnens im Alter mit der Öffnung des Hauses in das Gemeinwesen verknüpft.

Im Caritaszentrum St. Vinzenz leben jeweils zehn Bewohner in einer kleinen familiären Wohneinheit, Hausgemeinschaft genannt. "Dadurch können zentrale Strukturen, wie man sie aus herkömmlichen Pflegeeinrichtungen kennt , weitgehend aufgelöst werden", erläuterte Heimleiter Günter Schwering das Konzept. "So gibt es keine Küche für das gesamte Haus, sondern jede Hausgemeinschaft verfügt über eine eigene Küche, in der gemeinsam gekocht wird. Diese Struktur dient dazu, dass ein möglichst normaler Alltag in der Gemeinschaft gelebt werden kann. Jeder Bewohner hat die Möglichkeit, seine Gewohnheiten zu pflegen und seine Wünsche und Fähigkeiten einzubringen, um so seinen individuellen Alltag weitgehend selbstbestimmt zu leben."

Damit dies gelingt, gibt es im Haus ein Miteinander von zwei Mitarbeitergruppen. Zum einen die Alltagsbegleiter, die in jeder Hausgemeinschaft präsent sind und den Alltag mit den Bewohnern zusammen leben. Sie sind zuständig für die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, z. B. das Kochen, Wäsche verteilen, für die Betreuung und für leichte Pflege. Zum andern die Pflegefach- und Hilfskräfte. "Die Pflege bleibt auch in einem Hausgemeinschaftskonzept bedeutsam. Wir stehen dafür, dass die auf einem qualitativ hohen Niveau erbracht wird. Deshalb steht mindestens eine Pflegefachkraft rund um die Uhr zur Verfügung. Dennoch spielt Pflege eine andere Rolle - sie steht nicht im Vordergrund  sondern findet diskret im Hintergrund statt", so der Heimleiter.

Die ersten Bewohner sind  bereits am 1. Februar eingezogen. Eine Hausgemeinschaft ist bereits voll belegt. Die Hausgemeinschaft für Menschen mit Demenz wurde am 1. März eröffnet. Derzeit leben dort sechs Bewohner. Acht Alltagsbegleiterinnen, sieben Pflegekräfte und ein Bufti (Bundesfreiwilligendienst)  unterstützen und ergänzen sich gegenseitig, um den Bewohnern einen möglichst normalen Wohnalltag zu ermöglichen.

Im Betreuten Wohnen, auch Wohnen mit Service genannt, leben derzeit fünf Personen selbständig in einer eigenen Wohnung. Gleichzeitig sind sie in ein Versorgungssystem eingebunden, das unterschiedliche Dienstleistungen bietet.

Die Begegnungsstätte dient Bewohnern und Mietern als Treffpunkt und Veranstaltungsraum. Ebenso steht der Raum für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung.

Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer lobte die Gemeinnützige Siedlungswerk GmbH Frankfurt, welche das Haus passend zur Konzeption geplant und gebaut hat. Er dankte unter anderem dem Land Hessen und dem Deutschen Hilfswerk für großzügige Förderungen.

Gottes Segen erhielt das Haus von Generalvikar Dietmar Giebelmann.

Für nähere Informationen steht der Caritasverband Darmstadt gerne zur Verfügung.

Kontakt: Tel.: 06251 848090

 

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