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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Einweihung Caritas Zentrum Viernheim

 

"Hier ist es wunderbar", mit diesem Satz bringt es Sina bei der Eröffnungsfeier des Caritas Zentrums in Viernheim auf den Punkt. Sina ist Klientin der Tagesstätte und nutzt mit elf weiteren Frauen und Männern seit März die Räumlichkeiten in der Ketteler Straße 2. Hier wird gemeinsam gefrühstückt, gemalt, gebastelt, geputzt, gebügelt und gekocht. An fünf Tagen in der Woche erleben die Klienten hier von 9 bis 16 Uhr einen Ort der Begegnung und eine Tagesstruktur. Einfache Arbeiten, Gespräche, kreative Tätigkeiten, kulturelle Unternehmungen, Ausflüge, Spiel, Spaß und Bewegung sorgen für eine individuelle Unterstützung und Förderung des Einzelnen. Ein heller Aufenthaltsraum mit Blick in den Apostelgarten, eine Werkstatt und eine Küche, in der alle Mahlzeiten selbst gekocht werden lassen die psychisch erkrankten Menschen Kontakte knüpfen, ihr Selbstbewusstsein stärken und damit ihren Gesundheitszustand stabilisieren.

"Unsere neue Einrichtung befindet sich wie all unsere acht Zentren in bester Innenstadtlage, und hier sogar an einer prominenten Adresse, direkt an der großen Kirche St. Apostel, im ehemaligen Pfarrhaus", freut sich Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer. Es war ein zäher Weg dahin, dass die drei wesentlichen konzeptionellen Bausteine Beratung, Betreutes Wohnen und Tagesstätte für Menschen mit psychischen Problemen in Viernheim unter einem Dach angeboten werden können.  Doch ständiges Bemühen brachte den Erfolg. "Gemeinsam, dank des Engagements sehr vieler Menschen ist uns dies gelungen. Wir danken insbesondere dem Landeswohlfahrtsverband und dem Kreis Bergstraße," so der Caritasdirektor.  

Es war die Tagesstätte, die fehlte und für deren Besuch weite Wege bis nach Lampertheim in Kauf genommen werden mussten. Beratung und Betreutes Wohnen werden dagegen schon über Jahrzehnte in Viernheim angeboten. "Über die Jahre wurde deutlich, dass unsere Tagesstätte in Lampertheim für viele zu weit weg ist und dass Viernheim eine eigene Tagesstätte braucht", so Stefanie Weber, die gemeinsam mit Annette Wilke-Hanf, Gesamtleiterin der Gemeindepsychiatrie Bergstraße-Ried, für das Zentrum verantwortlich ist. 

Da Viernheimer Bürgerinnen und Bürger aufgrund der besonderen Randlage mit relativ schlechter Verkehrsanbindung an das Kreisgebiet sehr schwer soziale Einrichtungen im Kreis erreichen konnten, wird durch dieses Gemeindepsychiatrische Zentrum eine bedeutsame Verbesserung der psychiatrischen Versorgung erreicht. 

Nun da das Haus mit Leben gefüllt ist, werden unterschiedliche Arbeits- und Beschäftigungsangebote entwickelt. Kuvertierungsarbeiten wurden bereits für Kunden übernommen. Auch an niedrigschwellige, offene Angebote wird nachgedacht.

Im Obergeschoss des renovierten Gebäudes sind Mitarbeiterbüros und ein Ruheraum. Auch die Caritas-Suchtberatung und die Integrierte Versorgung ergänzen mit Beratungsstunden das Hilfeangebot des Zentrums. .

Geschenke gab es an der Einweihungsfeier von Vertretern der Kirche und Caritas, von Bund, Land, Stadt und Kreis -doch das schönste Geschenk brachte Clemens Näder vom Landeswohlfahrtsverband als Kostenträger des Zentrums mit, nämlich die Zusage auf eine Erweiterung der Tagesstättenplätze von 12 auf 20. 

Viele Redner würdigten die ansprechende und schöne Einrichtung, deren Wichtigkeit sich in Zeiten, da die psychische Erkrankung die wichtigste Ursache von Erwerbsunfähigkeit ist und die Krankmeldungstage in Betrieben um 66 Prozent hat steigen lassen, unbestritten ist.

Gottes Segen erhielt das neue Zentrum durch Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann und Dekan Dr. Ronald Givens.

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