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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Ein Beruf, der Spaß macht

Sie stehen nun sozusagen in den Startlöchern, die zehn Teilnehmerinnen, die mit Stolz ihr Zertifikat des Lehrgangs "Qualifizierung in der Kindertagespflege" in den Händen halten. Neun aufregende Monate haben sie gemeinsam gelernt, sie haben zweimal pro Woche den Lehrgang besucht, hospitiert, eine Hausarbeit verfasst und die Prüfung absolviert. All das neben Berufstätigkeit, Kindererziehung und Familienhaushalt. Nun sind die zehn Personen für die Tätigkeit als Tagespflegeperson gerüstet und können individuelle Kinderbetreuung anbieten.

Auf diese neue Aufgabe freuen sich alle zehn Kursteilnehmerinnen. Im Rahmen der Feier zur Zertifikatsübergabe danken sie herzlich Dipl. Sozialarbeiterin Kirstin Reiniger und ihrer Kollegin Claudia Bopp-Palmer, die in den vergangenen neun Jahren bereits 17 Lehrgänge durchgeführt haben. Die langjährigen Erfahrungen gepaart mit den Qualitätsstandards des Gütesiegels des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend machen die Qualität des Lehrgangs aus. "Wir waren sehr unterschiedliche Schülerinnen, mit verschiedenen Temperamenten und  Sprachkenntnissen. Sie haben zu jedem von uns einen Weg gefunden und für unsere Probleme gute Lösungen gesucht", bringt es eine Kursteilnehmerin auf den Punkt.

Die Geologin Gudrun Bartel hat nach einer langen Familienpause einen Neustart gesucht. "Durch meine eigenen Kinder und die Betreuung anderer Kinder habe ich so viel Spaß auf diesen Beruf bekommen und möchte nun meinen Lebensunterhalt damit verdienen", so die 53jähige, die voller Tatendrang steckt. Vor allem vormittags und zu Randzeiten möchte sie ihre Betreuung anbieten, um auch Familien, die in Schichtarbeit tätig sind, zu entlasten. "Mein Ziel ist es, Familien kontinuierlich zu begleiten und vertrauensvoll mit ihnen zusammen zu arbeiten." Von Vorteil sei die gute Vereinbarkeit der Tätigkeit mit der eignen Familie.

Auch Natascha Limousin freut sich auf ihre berufliche Neuorientierung. Die Mutter einer kleinen Tochter und eines erwachsenen Sohnes freut sich auf die vielseitige und anspruchsvolle Arbeit, die ihr enorm viel Spaß bereitet.

Tagespflegepersonen werden immer wieder gesucht, weil Familien Kinderbetreuung ganz individuell benötigen. Das, was keine Institution anbieten kann, leisten Tagesmütter, Tagesväter und Kinderfrauen. Die familiennahe Betreuungsform kann für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren ganztägig oder stundenweise erfolgen, für ältere Kinder ergänzend zur Kita oder Schulkindbetreuung. Der Rechtsanspruch für eine Betreuung für Kinder ab einem Jahr macht es Eltern möglich eine Betreuung in Anspruch zu nehmen, auch dann, wenn sie nicht berufstätig sind. Finanziell gefördert wird die Betreuung durch den Landkreis.

Der Caritasverband Darmstadt e.V. orientiert sich in seinen Qualifizierungskursen an den Vorgaben des Deutschen Jugendinstituts, welches ein Curriculum mit 160 Stunden vorsieht. Vermittelt werden rechtliche Grundlagen, Aufgaben und Alltag in der Kindertagespflege, Eingewöhnung, Sicherheitsaspekte und ein Erste Hilfe Kurs am Kind, sowie Pädagogik, Entwicklungspsychologie, Kommunikation, Umgang mit Konflikten und Ernährung und Gesundheitsvorsorge. In einer mündlichen Prüfung im Beisein einer Vertreterin des Jugendamtes und der Kursleiterinnen konnten die Teilnehmenden ihre Geeignetheit als Tagespflegeperson noch einmal beweisen und bekräftigen.

Nun gibt es wieder freie Plätze in der Kindertagespflege. Vermittelt werden die Betreuungsplätze durch den Caritasverband in Heppenheim und die Tageselternbörse in Bensheim.

Beim Caritasverband in Heppenheim startet ein neuer Lehrgang im März 2016. Dieser findet bis Oktober jeweils zweimal wöchentlich vormittags statt. Interessierte können sich noch bis Ende Januar schriftlich für eine Teilnahme bewerben. Weitere Info´s unter 06252 990130.



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