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Stand: 23.05.2019

Pressemitteilung

Der Wunsch nach einem normalen Leben

Gabriella Korcz und Melanie Kühn hatten nicht gezögert. Als sie vom Impfangebot im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Bürstadt gehört hatten, waren die beiden darüber sehr froh. Auch darüber, dass es als Mitarbeiterin im stationären Bereich wesentlich unkomplizierter ist, einen Impftermin zu bekommen, im Vergleich zu den Kolleginnen und Kollegen in den ambulanten Einrichtungen.

Die 19-jährige Gabriella Korcz hat vor Beginn ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau die Arbeit und das Leben im Heim während ihres Jahrespraktikums auch noch in "Corona freien" Zeiten kennengelernt. Als noch keine Masken und kein Abstandgebot die Arbeit in der Pflege erschwerte. "Die Mimik und Zuneigung, also ein Lächeln und eine Umarmung, dies ist für so viele, die hier leben, wichtig. Daher hoffe ich sehr, dass sich viele Menschen impfen lassen und in einigen Monaten wieder ein normales Leben möglich sein wird."

Dies sieht auch Melanie Kühn so. Nur noch wenige Monate, dann beginnen ihre Altenpflege-Prüfungen. Als gelernte Bäckereiverkäuferin hatte sie sich 2006 für den Wechsel in den Pflegeberuf entschieden und nach Jahren als Altenpfleghelferin den Schritt zur Ausbildung gewagt. Mit viel Herz widmet sich Melanie Kühn den Menschen, die hier ihr Zuhause haben. "Aus Eigenschutz und als Schutz für andere habe ich mich impfen lassen", so Melanie Kühn, die überwiegend mit den Menschen, die an Demenz erkrankt sind, arbeitet.  

Haus- und Pflegedienstleiterin Doris Rapp und der komm. Heimleiter Benedict Pretnar hoffen, dass zeitnah derzeit noch bestehende Kompetenzfragen in den Impfzentren geklärt werden. Es sei wichtig, dass neue Bewohner*innen und Mitarbeitende geimpft werden oder auch diejenigen, die sich erst jetzt zur Impfung entschieden haben. Dafür sei es nötig, dass die mobilen Impfteams weiterhin regelmäßig in die Einrichtungen kommen. Doch noch sei das nicht geklärt.

Abstimmungen laufen auch derzeit noch mit der Bundeswehr, die ab der kommenden Woche die Schnelltests im Heim durchführen soll. Es werde sich zeigen, ob diese so wichtige, aber sehr zeitintensive Arbeit, von der Bundeswehr ohne Einbindung des hauseigenen Personals zur Verfügung gestellt werden kann, damit die so dringend nötige Personalentlastung auch tatsächlich möglich sei.

Da die Bundeswehr nach jetzigem Stand nur drei Wochen in Bürstadt vor Ort sein kann, sucht das Heim dringend medizinisch ausgebildete Menschen, die nach einer Schulung die Schnelltests übernehmen könnten. Wer sich dies zutraut kann sich gerne bei Benedict Pretnar oder Doris Rapp melden: 06206 988930.

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