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Stand: 23.05.2019

Pressemitteilung

Caritas-Krisendienst Südhessen feiert die Aufnahme des 500. Versicherten

Neben der Darmstädter Sozialdezernentin Barbara Akdeniz waren 70 weitere Gäste, u.a. von der Techniker Krankenkasse, der BKK Merck, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen, dem Elisabethenstift, der Angehörigengruppe psychisch kranker Menschen und viele Betroffene der Einladung gefolgt.

Am 01.07.2012 konnte nach zweijähriger fachlicher Vorbereitungszeit und abgeschlossenen Leistungsvereinbarungen mit mehreren großen gesetzlichen Krankenkassen mit der Arbeit des Krisendienstes begonnen werden.

Nach fast vier Jahren kann heute ein zufriedenes Zwischenfazit gezogen werden: Mittlerweile ist das einst dreiköpfige Startteam auf 17 hauptamtliche Mitarbeitende und über 15 Honorarkräfte angewachsen, über 500 Versicherte haben eine vertragliche Vereinbarung mit uns geschlossen, 17 Fachärzte für Psychiatrie in der Region kümmern sich als vertragliche Kooperationsärzte persönlich um die gute medizinische Betreuung der Versicherten: Auch am Wochenende, auch an Weihnachten und auch um 19:30 Uhr, außerhalb jeder üblichen Praxissprechzeit.

Der deutlich verbesserte Zugang zu fachärztlichen Leistungen im Krisenfall und die mit den extrabudgetierten Zahlungen durch den Caritasverband verbundene zusätzliche Gesprächszeit ist einer der Erfolgsindikatoren des Modells.

Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer: "Wir haben mit dem Krisendienst ein Hilfesystem geschaffen, welches schnell, unbürokratisch und am individuellen Einzelfall orientiert agiert. Ich sehe hierin einen zentralen Baustein zur Vermeidung von Chronifizierung psychischer Erkrankungen."

Wobei der wesentliche Erfolgsfaktor wohl in dem gewählten Beratungssetting Offener Dialog/Netzwerkgespräche liegt, welches von einem überdurchschnittlich motivierten und erfahrenen Team hervorragend in der Praxis umgesetzt wird.

So hielt auch folgerichtig Dr. Volkmar Aderhold vom Institut für Sozialpsychiatrie der Universität Greifswald den inhaltlichen Festvortrag, in dem er nicht nur die Methode des Offenen Dialogs erläuterte, sondern auch neueste Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit der Eingliederungshilfe vorstellte.

Anhand dieser wissenschaftlichen Fakten erscheint eine intensivere Beschäftigung mit der Wirksamkeit therapeutischer Settings im Bereich Betreutes Wohnen und Tagesstätte als fachlich sehr sinnvoll.

Auch wenn aktuelle Restrukturierungen einiger Krankenkassen turbulentere Zeiten für den Krisendienst erwarten lassen, freuen wir uns heute über diesen erreichten Meilenstein.

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