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Stand: 23.05.2019

Pressemitteilung

Alter gestalten in Einhausen

 

Bürgermeister Philipp Bohrer und sein bereits gewählter Nachfolger Helmut Glanzner, Vertreterinnen und Vertreter der Kommune und Gemeinde, der Caritasgruppe , der Frauenunion, des Mehrgenerationenprojektes, der evangelischen Kirche und  Kindertagesstätte, vom Frauenkreis, Turnverein, Naturschutzverein und Verein für Heimatgeschichte - die Liste ist lang und vielfältig, und so unterschiedlich die Gruppen auch sind, sie alle vereint ihr Engagement in Einhausen.

Speziell um die Vernetzung des  Engagements für ältere Menschen ging es  an diesem Abend. Da der Caritasverband im Februar dieses Jahres das Alten-Pflegeheim in Einhausen eröffnet hatte, dachten viele Workshopbesucher, es ginge Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer und Heimleiter Günter Schwering in erster Linie darum, neue Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner zu schaffen. Vielfältig waren die Ideen, um diesen ein abwechslungsreiches Leben im Heim zu bieten. 

Doch dies war an diesem Abend nur ein Punkt in einem großen Ganzen. Denn der Caritasverband Darmstadt hat seinen Blick weit über das eigene Haus geöffnet und beschäftigt sich mit der Frage, wie es gelingen kann, dass ältere Menschen möglichst lange und selbstbestimmt im vertrauten Umfeld leben können. Daher wurde das Quartiersprojekt SoNAh "Sozialraumorientierte Netzwerke in der Altenhilfe" initiiert und beim Workshop vorgestellt.

"Wir verstehen Altenhilfe weiter gefasst und möchten mit der Kommune strukturbildend wirksam werden", so der Caritasdirektor. "Älter werdende Menschen sollen in Einhausen gut leben können, gerade auch wenn ein zunehmender Hilfebedarf sich abzeichnet. Daher ist das Gemeinwesen gefragt, denn wir können das nicht alleine stemmen, das geht nur im Miteinander aller, die sich für dieses Thema interessieren."

Für das Projekt wurde auf drei Jahre die Koordinatorin Cornelia Tigges-Schwering halbtags eingestellt, eine durch ihre Tätigkeit als Koordinatorin im Bensheimer Mehrgenerationenhaus erfahrene Vernetzerin.  "Wir möchten nicht nur die Begegnungsstätte mit Leben füllen, sondern Menschen und Anliegen zusammenbringen, gemeinsam nachbarschaftliche Netzwerke in der Altenhilfe knüpfen und das ehrenamtliche Engagement fördern", so die Diplom-Sozialarbeiterin.

Zunächst stellte sie Ergebnisse einer Sozialraumanalyse vor mit den Themen: Das ist Einhausen, Das gibt es in Einhausen und Das braucht Einhausen. Besondere Bedingungen, Begebenheiten und Strukturen des Umfeldes wurden herausgearbeitet, um noch fehlende Unterstützungsangebote aufzubauen.

"Wenn es uns gelingt, Strukturen aufzubauen, die dafür sorgen, dass viele Menschen die vielfältigen Angebote, die es schon gibt, auch nutzen, können wir erheblich dazu beitragen, den Alterungsprozess zu verlangsamen", so Kiefer. "Die Caritas unterstützt die Gemeinde, wir bieten Koordination und auch Räumlichkeiten an und möchten dabei helfen, eine Struktur zu entwickeln, um die verschiedenen Angebote auf Dauer zu bündeln."

Da die Einhäuser kreativ sind, fehlte es nicht an spontanen Ideen: vom Aufbau eines Hilfenetzwerkes über die Qualifizierung von Ehrenamtlichen zur Demenzbegleitung bis hin zur Ü 75 Party. Am Runden Tisch und in Einzelgesprächen wird der Caritasverband diese und viele weitere Punkte nachhaltig verfolgen. Mit Interessierten wird das Ziel eines zukunftssicheren Lebens in Einhausen angepackt - die Vernetzungsidee spielt dabei eine besondere Rolle. "Gemeinsam können wir zu all den vielfältigen und guten Angeboten noch neue Impulse setzen und in Zukunft noch mehr erreichen. Ich freu mich auf die Zusammenarbeit", so der Caritasdirektor.

 Kontakt: Cornelia Tigges-Schwering: 06251 84809-0/-12

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SoNAh einhausen

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