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Glossar:

Besonders Schutzbedürftige

Schutzsuchende und Flüchtlinge können aufgrund ihrer jeweils spezifischen Situation – beispielsweise aufgrund einer Krankheit, ihres Alters oder als Opfer von Gewalt – besondere Bedarfe haben. Sie gelten dann als Personen mit besonderem Schutzbedarf. Gemäß Art. 21 der EU-Richtlinie 2013/33/EU (Aufnahmerichtlinie) trifft das zu auf Minderjährige, unbegleitete Minderjährige, Behinderte, ältere Menschen, Schwangere, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, Opfer des Menschenhandels, Personen mit schweren körperlichen Erkrankungen, Personen mit psychischen Störungen und Personen, die Folter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben, wie z. B. Opfer weiblicher Genitalverstümmelung. Da diese Aufzählung nicht abschließend ist, können weitere Personengruppen unter die Kategorie der besonders Schutzbedürftigen fallen. Vielfach liegen bei Schutzsuchenden sowie bei anerkannten Flüchtlingen auch multiple Schutzbedarfe vor.

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